Ein „Heimspiel“ für die Duisburger Philharmoniker

„Und wie wird das Instrument gespielt?“ – Rafael Sars, Schlagzeuger bei den Duisburger Philharmonikern, erklärt seinen Zuhörern das afrikanische Marimbaphon.
„Und wie wird das Instrument gespielt?“ – Rafael Sars, Schlagzeuger bei den Duisburger Philharmonikern, erklärt seinen Zuhörern das afrikanische Marimbaphon.
Foto: FUNKE Foto Services
Von Geigen über Alphorn bis Marimbaphon: Mit musikalischer Begleitung öffnete die sanierte Mercatorhalle am „Tag der offenen Tür“ ihre Pforten.

Duisburg.. Schlagzeuger Rafael Sars steht in dem lichtdurchfluteten Foyer der Mercatorhalle und bespielt das dunkelbraune Holz seines Marimbaphons. „Was ist das für ein Instrument?“, fragt ein interessierter Zuhörer und bekommt sofort die Antwort: Ein afrikanisches Klangwerkzeug, das große Ähnlichkeit mit einem Xylophon hat. Es sammelt sich eine kleine Menschenmenge um den Musiker der Duisburger Philarmoniker, und einige beugen sich sogar neugierig über das Holzinstrument.

Es ist der „Tag der offenen Tür“ der sanierten Mercatorhalle im City-Palais, der am Sonntag zahlreiche Gäste anlockte. Nachdem die Säle des Veranstaltungszentrums in der Innenstadt vor vier Jahren wegen erheblicher Brandschutzmängel geschlossen werden mussten, konnten sich die Besucher bei einem gemütlichem Rundgang durch die wiedereröffneten Räume nun ein Bild von dem Ergebnis machen.

Musikalisch begleitet wurde der Tag von Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker: In der Eingangshalle hören Besucher den tiefen Klängen der Alphörner zu, und beim Durchqueren des Foyers vernimmt man eine heiter-leichte Melodie der Geiger, die von einer gebannt lauschenden Menschentraube umgeben sind. Besucherin Annemarie Vossern steht etwas abseits von den Alphörnern, doch zeigt sich begeistert von den dunklen Tönen des Blasinstruments. Als Konzertgängerin freut sie sich besonders über die Wiedereröffnung des großen Saals und schwelgt sogar etwas in Erinnerungen, als sie sich in der Eingangshalle umschaut: „Die Mercatorhalle ist wie meine zweite Heimat, hier bin ich früher so oft gewesen.“

Kleine Änderungen im Design

Vielen Besuchern fallen kleine Änderungen – etwa im Design oder bei der Akustik – auf, doch Hallenmanager Peter Joppa vom Duisburg Kontor betont, dass sich optisch eigentlich kaum etwas verändert habe: „Es ist immer noch die alte Halle, nur ist sie jetzt sicherer.“ Auch Edeltraud Hildebrand und ihr Mann Karl-Hagen sind zum Tag der offenen Tür gekommen, um sich von der neu-alten Kulisse zu überzeugen. Nachdem sie dem Spiel des „Intermezzo Sinfonico“ – das Salonorchester der Musik- und Kunstschule – zugeschaut haben, tauschen sie sich nun mit Sitznachbarin Andrea Schütze über die Sanierung aus. Den drei Besuchern gefällt’s, nur der blau-weiße Hintergrund, der hinter der großen Orgel eingeblendet wird, stört die Optik. „Das erinnert mich irgendwie an Plastik“, bemerkt Edeltraud Hildebrand.

Doch am meisten freuen sich über die Wiedereröffnung wahrscheinlich die Duisburger Philharmoniker, die ab jetzt wieder „Zuhause“ spielen dürfen. Orchester-Manager Martin Schie bereitet derzeit die bevorstehenden Saalkonzerte vor und ist hocherfreut: „Wir schätzen es sehr, die Halle endlich wieder zu haben“, und er fügt glücklich hinzu: „Das ist für uns ein Heimspiel.“

 

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