Ein gut aufgelegtes Ensemble

Thomas Becker
Die „International Hot Swing All Stars“ im Duisburger Hof.
Die „International Hot Swing All Stars“ im Duisburger Hof.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Der Klarinettist Engelbert Wrobel gehört seit vielen Jahren zu den Stars der traditionellen Jazz-Szene, die in Duisburg mit Bernd Albanis Reihe „Jazz Live“ immer noch über eine feste Adresse verfügt. Jetzt war der prominente Band-Leader, der in dieser Reihe sicherlich einer der häufigsten Gäste war, mit seinen „International Hot Swing Allstars“ im „Duisburger Hof“ zu Gast.

Zum gut gelaunten Ensemble, das sein Publikum mit auf eine Reise in die große Zeit des New Orleans Jazz und des Harlem Swing nahm, gehören immerhin Größen wie der Vibrafonist und Multi-Instrumentalist Joop Peters und der virtuose Trompeter Menno Daams, die ihre Fans mit den geschätzten Standards der Swing-Epoche nach wie vor zu begeistern wissen. Als Quartett mit dem Trompeter Duke Heitger hat Engelbert Wrobel unlängst mit „Still havin‘ a ball“ auch eine sehr empfehlenswerte neue CD-Aufnahme veröffentlicht.

Stimmung im Saal

Moderator Joop Peters kündigte dann im besten Rudi-Carrell-Deutsch als Opener den alten Hit „A dream comes true“ an, der sofort für Stimmung im Saal sorgte. Es folgte die schöne Ballade „Moon Glow“ mit einem famosen Piano-Solo von Paolo Alderighi und dem blitzsauberen Trompetenspiel von Memo Daams. Ein Song, der jederzeit als Musik für einen alten Woody-Allen-Film tauglich wäre.

Es ist überhaupt die große Stärke dieses munteren Ensembles, den authentischen Sound der Swing-Epoche jederzeit wieder aufleben lassen zu können. Engelbert Wrobel, der mit seinem perfekten Klarinettenspiel und seinem magischen Ton auf dem Tenorsaxofon zu den Köpfen dieser hoch professionellen Band zählt, spielte dann mit Pianist Alderighi und dem technisch starken Bassisten Jos Machtel zwei Werke von Benny Goodman, die in diesem Repertoire nicht fehlen dürfen.

Applaus für Sextett

Joop Peters präsentierte sich als überaus vielseitiger Vibrafonist und sorgte als Bandleader dann noch für so manchen Schabernack, der beim Publikum aber immer bestens ankam. Viel Applaus für ein großartiges Sextett, das sich um die Swing-Tradition verdient gemacht hat.