Ehrenzeichen für 61 Duisburger Feuerwehrleute

Im Mercatorzimmer des Rathauses wurden die Feuerwehrleute mit 25 und 35 Jahren Dienstzeit empfangen.
Im Mercatorzimmer des Rathauses wurden die Feuerwehrleute mit 25 und 35 Jahren Dienstzeit empfangen.
Foto: FUNKE Foto Services
Anerkennung für 25 und 35 Jahre Dienst zum Schutz der Duisburger Bürger: Feuerwehrleute wurden im Rathaus ausgezeichnet.

Duisburg. Fast 200 Feuerwehrleute kamen am Montag ins Rathaus am Burgplatz. Sie stürmten es nicht in Schutzkleidung und Helm, waren nicht bepackt mit Ausrüstung, sondern schlenderten durch das Holzportal. Am Vormittag sprach Oberbürgermeister Sören Link als Dienstherr mehr als 100 Beförderungen aus, anschließend verteilte er Ehrenzeichen in Gold und Silber, die das Landesinnenministerium für Mitarbeiter mit 25 und 35 Jahren Dienstzeit nach Duisburg geschickt hatte.

Mitglieder der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Werksfeuerwehren erhielten die glänzende Auszeichnung. „Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts“, erklärte Link im Mercatorzimmer. „Sie werden immer wieder mit schrecklichen Bildern konfrontiert“, bei schwierigen Einsätzen sei nicht nur die körperliche Belastung, sondern auch die psychische besonders hoch. Längst sei die Feuerwehr zu einer „Universalwehr“ geworden, so Link. Das habe sie gleich zu Beginn dieses Jahres bewiesen, als eine Lagerhalle in Rheinhausen brannte und Asbest freigesetzt wurde. Mehrere Tage lang waren Kräfte im Einsatz, um die Umgebung zu reinigen und zu dekontaminieren. „Das war anstrengend und mit Sicherheit nicht ungefährlich", erklärte der Oberbürgermeister.

Von der Feuerwehr zur „Universalwehr“

Auch bei der Unterbringung von flüchtenden Menschen sei die Stadt auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen, betonte Link. „Wenn schnell gehandelt werden muss, ist die Feuerwehr da, dann wird angepackt. Dank Ihrer Unterstützung ist es bisher immer gelungen, mit einem Vorlauf von wenigen Stunden Notunterkünfte herzurichten“, sagte Link in seinem Grußwort.

Mit einem silbernen Ehrenzeichen wurde gestern zum Beispiel Harald Kannewischer ausgezeichnet. Er ist seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Es war nur ein Zufall, dass ich da angefangen habe“, erzählte er. „Ein Freund hat mich gefragt, ob ich mir das nicht mal mit ihm angucken möchte. Er ist dann schnell wieder ausgetreten, ich bin geblieben.“ Zur Berufsfeuerwehr zu wechseln, darüber habe er früher zwar nachgedacht, doch auch neben einem anderen Job sei es eine erfüllende Aufgabe.

Seit 25 Jahren bei der Berufsfeuerwehr ist Markus Kehnen. „Es ist anstrengend, aber es ist auch interessant. Nach so langer Zeit mache ich das immer noch sehr gerne“, sagte er. Was das prägendste Ereignis seiner Laufbahn war, darüber muss er nicht lange nachdenken. „Die Loveparade hat uns noch näher zusammenrücken lassen. Diese Katastrophe wird die Feuerwehr in Duisburg noch in 100 Jahren verfolgen.“

 
 

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