DVV kauft Anteile an Stadtwerken Duisburg von Eon-Ruhrgas zurück

Die DVV plant die Anteile der Eon-Ruhrgas an den Stadtwerken Duisburg zurückzukaufen.
Die DVV plant die Anteile der Eon-Ruhrgas an den Stadtwerken Duisburg zurückzukaufen.
Foto: Hans Blossey
Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) plant die 20 Prozent der Stadtwerke Duisburg, die aktuell im Besitz von Eon-Ruhrgas sind, zurückkaufen. Nach den Sommerferien soll dann über einen erneuten Verkauf gesprochen werden.

Duisburg. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft als Mutter will 20 Prozent der Duisburger Stadtwerke zurückkaufen, die zur Zeit im Besitz von Eon-Ruhrgas sind. Das bestätigte der DVV-Vorstandsvorsitzende Dr. Hermann Janning der NRZ.

Ende 2000 hatten die Stadtwerke jeweils 20 Prozent ihrer Anteile an RWE und die damalige Ruhrgas verkauft. Ziel war damals nicht nur Geld für die klamme Stadtkasse. In Zeiten des liberalisierten Energiemarktes wollten die Stadtwerke auch ihre Konkurrenzfähigkeit behalten, Know-How „an Bord holen“ und von günstigeren Energie-Einkaufspreisen profitieren.

Der Vertrag ist bereits unterschrieben

Die Ruhrgas-Anteile gingen zwischenzeitlich an die Eon-Tochter Thüga, ein Netzwerk aus kommunalen Energieversorgern. Dieses Netzwerk verkaufte Eon 2009 an ein Stadtwerke-Konsortium. Von dem Verkauf nicht betroffen waren neben drei anderen Minderheitsbeteiligungen die Anteile an den Duisburger Stadtwerken. Denn die Stadtwerke hatten ein Vorkaufsrecht. Also wurde der Duisburger Anteil zunächst einmal bei Eon-Ruhrgas geparkt. Allerdings hatte Ruhrgas nie einen Hehl aus der Absicht gemacht, diese Minderheitsbeteiligungen wieder veräußern zu wollen.

Damit nun die Duisburger Anteile nicht auf den freien Markt kommen, hat sich die Stadtwerke-Mutter entschieden, die Anteile zurückzukaufen. Der Aufsichtsrat hat dieser Entscheidung bereits zugestimmt, der Vertrag ist unterschrieben. Nun fehlt nur noch das grüne Licht aus dem Rat.

Auch wenn DVV-Chef Janning den Verkaufspreis nicht nennen wollte („dann würden wir bei einem eventuellen Verkauf ja einen Vorteil aus der Hand geben“), machte er gegenüber der NRZ deutlich, dass die Finanzierung des Rückkaufs problemlos zu stemmen ist: „Mit dem, was an Gewinnausschüttung nun entfällt, können wir den Kauf sehr wohl finanzieren.“ Nach den Sommerferien will die DVV in Klausur gehen und überlegen, ob und an wen der 20-Prozent-Anteil wieder verkauft werden soll.