Duisburgs OB entgleist verbal - ein Kommentar

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
"Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte" - dieser Satz unterteilt Menschen in erste und zweite Klasse.

Duisburg. Einen solchen Satz hätte man allenfalls noch beim CSU-Stammtischgespräch zwischen Horst Seehofer und Markus Söder erwartet — nicht aber von einem sozialdemokratischen Oberbürgermeister in Duisburg. Welche Emotionen in der Debatte auch immer Sören Link zu dieser Aussage geritten haben: Es ist und bleibt eine verbale Entgleisung. Menschen in erste und zweite Klasse zu unterteilen, zwischen guten und bösen Flüchtlingen zu unterscheiden, verbietet sich.

Erst recht für jemanden in dieser Position, der sich als Stadtoberhaupt aller Duisburger gibt. Wenn Link in Berlin um mehr Lehrer und um mehr Geld für Zuwandererklassen und Sprachkurse werben wollte, dann hat er mit seinen Worten alles dafür getan, nicht richtig verstanden zu werden. Zudem verkennt ein solch blanker Populismus die gesetzlich garantierte Freizügigkeit für EU-Bürger.

 
 

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