Duisburger Wirtschaft bleibt in guter Stimmung

Die Wirtschaft macht sich Sorgen, ob auch in Zukunft der Bedarf an Fachpersonal noch gedeckt werden kann.
Die Wirtschaft macht sich Sorgen, ob auch in Zukunft der Bedarf an Fachpersonal noch gedeckt werden kann.
Foto: Lars Heidrich

Duisburg.. Der Wirtschaft in Duisburg und am Niederrhein geht’s gut, aber sie macht sich Sorgen. Sorgen um die Zukunft der Unternehmen beispielsweise und Sorgen um die Fachkräfte der Zukunft.

„Die Unternehmen am Niederrhein beurteilen die aktuelle wirtschaftliche Lage unverändert positiv“, lautet die Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) auf der Basis ihrer Herbst-Konjunkturumfrage. Beteiligt hatten sich daran 333 Unternehmen aller Branchen mit rund 48 000 Beschäftigten. „Die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung“, so die Kammer in ihrem Resümee weiter, „fallen allerdings – wie bereits im Frühsommer – verhalten aus.“ Der Grund: „Den Unternehmen mangelt es an positiven Impulsen.“

Die Gesamtbewertung wird laut IHK durch ein leicht verbessertes Bild in der Industrie und eine verhaltene Einschätzung bei Handel und Dienstleistungen bestimmt. In der Industrie steigt der Anteil zufriedener Unternehmen von 24 auf 29 Prozent, im Handel sinkt er dagegen von 35 auf 29 Prozent, bei den Dienstleistern von 38 auf 30 Prozent. Die in den Branchen gegenläufigen Entwicklungen heben sich in der Summe aller Unternehmen praktisch auf.

Keine klare Trendaussage

Laut IHK-Umfrage lässt sich derzeit keine klare Trendaussage für die zukünftige Entwicklung ableiten. Rund zwei Drittel aller Unternehmen gehen von einer stabilen Entwicklung aus, in der Industrie sogar drei Viertel. Bemerkenswert ist allerdings: In diesem Segment rechnen nur noch knapp 14 Prozent (Frühsommer: 23 Prozent) mit besseren Geschäften – der niedrigste Wert seit der Frühsommerumfrage 2012.

Die Erwartungen an das Auslandsgeschäft bleiben stabil, jedoch rechnet man in der Industrie bereits seit einem Jahr mit einem stärkeren Rückgang der Exporte. 14 Prozent (Frühsommer: 10 Prozent) geben an, dass sich das Auslandsgeschäft verschlechtern wird. Grund hierfür ist unter anderem ein anhaltend schwieriges außenwirtschaftliches Umfeld. Auch die Auswirkungen des britischen EU-Austritts seien immer noch schwer zu beziffern. Großbritannien gehört zu den Hauptabsatzmärkten der niederrheinischen Industrie.

Risiken auf den Auslandsmärkten stark zugenommen

„Die Risiken auf den Auslandsmärkten unserer Unternehmen haben in der Vergangenheit stark zugenommen. Als erstes sind die Russland-Sanktionen, Euroturbulenzen und Wachstumsschwächen in den rohstoffproduzierenden Ländern sowie in China zu nennen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

Nachdem im Frühsommer 23 Prozent der Unternehmen angaben, investieren zu wollen, stieg die Zahl aktuell auf 26 Prozent an. Positiv wirken sich die Investitionsentscheidungen im Dienstleistungssektor aus. In der Industrie dagegen gibt es leicht gedämpfte Erwartungen: Etwa 26 Prozent der Betriebe wollen ihre Investitionsbudgets kürzen (Handel: 12 %, Dienstleistungen: 15 %).

 
 

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