Duisburger Weg zum Unternehmer

Gründer und Gründungshelfer:  Raik Richter (Bang Ni), Christian Luley (Sparkasse Duisburg), Ralf Meurer (GFW Duisburg), Dr, Volker Breithecker (UDE), Michael Rüscher (IHK), Michael Reimann (Volksbank Rhein-Ruhr), Michelle Lorenz, Lei Li (bei vom Neu-Unternehmen Bang Ni).
Gründer und Gründungshelfer: Raik Richter (Bang Ni), Christian Luley (Sparkasse Duisburg), Ralf Meurer (GFW Duisburg), Dr, Volker Breithecker (UDE), Michael Rüscher (IHK), Michael Reimann (Volksbank Rhein-Ruhr), Michelle Lorenz, Lei Li (bei vom Neu-Unternehmen Bang Ni).
Foto: FUNKE Foto Services
Beim GRIID-Wettbewerb winkt eine unternehmerische Grundausbildung, und für die besten Businesspläne Büros im Tectrum. Auftakt ist am kommenden Freitag.

Duisburg.. Michelle Lorenz ist 30, Lei Li erst 28 und Raik Richter gerade mal 31 Jahre alt – alle drei aber sind schon erfolgreiche Unternehmensgründer, deren erste Schritte in die Selbstständigkeit von GRIID begleitet wurden.

Die Gründungsinitiative Innovation Duisburg verbirgt sich hinter der Abkürzung, und zu den Hauptakteuren gehören die Universität Duisburg-Essen und Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW Duisburg). Was GRIID macht, lässt sich in Zahlen ausdrücken: 475 potenzielle Unternehmensgründer wurden in den letzten sechs Jahren betreut. Daraus sind 47 neue Firmen mit 91 Gründern entstanden, durch die insgesamt 180 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Gescheitert ist von den Firmen-Neulingen bisher noch keiner.

Die Idee gründlich durchplanen

Raik Richter und seine zwei Mit-Gründerinnen haben sich im Mai selbstständig gemacht mit einem Dienstleistungsunternehmen, das in Deutschland lebende Chinesen unter anderem bei Behördenkontakten, Wohnungssuche, Verträgen und allen Fragen rund um die medizinische Versorgung begleiten. Inzwischen ist ein zweites Unternehmen entstanden, das Chinesen Sprachunterricht in kleinen und dadurch effektiven Gruppen anbietet.

„Erst GRIID hat es uns ermöglicht, die Idee gründlich durchzuplanen“, schaute Richter gestern auf die Gründungsphase zurück: „Hier haben wir unser Rüstzeug erhalten.“

"Unternehmerisch denkende Arbeitnehmer"

Die nächste GRIID-Runde startet am kommenden Freitag, 20. November, mit einer Auftaktveranstaltung im Tectrum an der Bismarckstraße in Neudorf. Bis zum 4. Dezember müssen dann die Gründungsideen mit Projektskizzen abgegeben werden. Den besten Ideenentwicklern winkt dann eine unternehmerische Grundausbildung in Form von Seminaren und Workshops durch das „Small Business Management“ (sbm) der Universität. 140 Stunden heißt es am Wochenende und am Abend zu lernen, wie man sich am angestrebten Markt behaupten kann. Am Ende der sieben Monate steht ein ausgefeilter Business-Plan, wie er für Finanzierung und Förderung des Jung-Unternehmens unverzichtbar ist. Die drei besten Geschäftskonzepte werden mit der kostenlosen Nutzung von Räumen im Tectrum für einen bestimmten Zeitraum belohnt.

Und wer nicht gewinnt, hat immerhin das Wissen erworben durch die sbm-Veranstaltungen und auch notwendige Kontakte geknüpft durch die parallel angebotenen Veranstaltungen wie Gründerstammtische und das Mittelstandsforum der GFW. Und auch, wer am Ende des Prozesses von einer Unternehmensgründung absieht, hat vom GRIID-Prozess profitiert, ist sich sbm-Projektleiter Prof. Dr. Volker Breithecker sicher: „Auch wenn sie nicht gründen, sind sie unternehmerisch denkende Arbeitnehmer“ – ein enormer Vorteil für ihre künftigen Arbeitgeber.

Projektpartner des 2009 erstmals durchgeführten GRIID-Wettbewerbs sind die Sparkasse, die Volksbank und die IHK.

 
 

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