Duisburger Umwelttage fordern zum Umdenken auf

Thomas Richter
Die Duisburger Umwelttage locken Jahr für Jahr tausende Besucher in die Innenstadt.
Die Duisburger Umwelttage locken Jahr für Jahr tausende Besucher in die Innenstadt.
Foto: WAZFotoPool
Die Weltbevölkerung geht verschwenderisch mit Ressourcen um. Diesen Missstand wollen die Duisburger Umwelttage im Juni in den Fokus rücken.

Duisburg. Das Schwerpunktthema „Wachstum und Konsumwandel“ steht im Fokus der 22. Duisburger Umwelttage, die in diesem Jahr vom 5. bis 25. Juni stattfinden. Mit zahlreichen Ausstellungen, Kreativwerkstätten und Workshops will das städtische Amt für Umwelt und Grün als Veranstalter wieder möglichst zahlreiche Bürger für Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit interessieren und sie darüber informieren. Im Rahmen der Umwelttage wird auch zum vierten Mal der Umweltpreis verliehen. Dieser ist mit 3000 Euro dotiert und geht an Personen oder Gruppen, die besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes erbracht haben.

Dass es zwingend Zeit für die Weltgesellschaft ist, um umzusteuern, verdeutlichte Duisburgs Umweltdezernent Ralf Krumpholz: „Wir können nicht einfach so weitermachen wie bisher. Betrachtet man den ökologischen Fußabdruck, den wir durch unseren Lebensstil hinterlassen, bräuchten wir im Jahr 2050 eigentlich drei Erden, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Wir haben aber nur diese eine Erde.“ Umso wichtiger sei es, so Krumpholz, dass jeder Bürger sein eigenes Handeln hinterfragt. „Und dazu sollen auch die Veranstaltungen beitragen, die im Rahmen der Duisburger Umwelttage dieses wichtige Thema beleuchten.“

Ausstellung in der Duisburger Salvatorkirche

Organisator der Umwelttage ist Dr. Ribhi Yousef – und das seit deren Erstauflage im Jahr 1994. Der Mann der ersten Stunde sagte gestern bei der Vorstellung des vielfältiges Programms: „Dank der vielen Akteure ist sicher wieder für jeden etwas dabei. Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, eine besondere Ausstellung in der Salvatorkirche zu zeigen.“ Diese trägt den Titel „Konsum-Wandel – Wir können auch anders“ und wirft einen Blick auf die Lebensbedingungen, fordert gleichzeitig zum Wandel auf. Sie ist vom 7. bis 25. Juni immer zwischen 10 und 17 Uhr (außer sonntags und montags) in der Salvatorkirche zu besichtigen.

Auch bei der offiziellen Auftaktveranstaltung der Umwelttage am Montag, 8. Juni, in der Salvatorkirche können Besucher vor zwei geplanten Vorträgen die Ausstellung in Augenschein nehmen. Referenten dieses Abends sind Andreas Huber, Geschäftsführer der „Global Marshall Plan Foundation“, sowie Prof. Dr. Werner Wild von der Technischen Hochschule in Nürnberg.

Fester Bestandteil der Umwelttage ist der Umweltmarkt sowie der „Öko-Markt und Eine-Welt-Basar“. Diese finden am Samstag, 13. Juni, in der City statt.