Duisburger U-Bahn-Station verbirgt sich hinter Bretterzaun

Mit dicken Holzbrettern komplett umbaut ist der U-Bahn-Abgang am König-Heinrich-Platz.
Mit dicken Holzbrettern komplett umbaut ist der U-Bahn-Abgang am König-Heinrich-Platz.
Foto: Funke Foto Services
Ein dicker Bretterzaun in der Duisburger Innenstadt macht neugierig. Dabei wird dahinter nur die Treppe zur U-Bahn am König-Heinrich-Platz saniert.

Duisburg.. Das zieht neugierige Blicke an, lässt Geheimnisvolles vermuten, dabei ist es nur eine schnöde Baustelle: Der U-Bahnabgang Landgericht an der Haltestelle König-Heinrich-Platz in der Innenstadt ist ebenso komplett wie auffällig mit groben Holzbrettern im Quadrat eingehaust und erinnert an Fort Laramie. Schon bis zum Oberbürgermeister-Büro sind die Anfragen vorgedrungen.

Dabei sind die Arbeiten alles andere als spektakulär: Die Treppe hinunter in den U-Bahn-Tunnel muss komplett erneuert werden. Knapp 25 Jahre seit der Eröffnung 1992 haben ihren Preis. Feuchtigkeitsschäden und ständige Belastung durch Millionen Fahrgäste haben die Treppenfundamente an der viel frequentierten City-Haltestelle bröckelig und die Stufen wackelig werden lassen. Ständige Reparaturen in der Vergangenheit waren doch nur Flickwerk, so dass jetzt umfassend saniert wird.

Statt italienischem Granit jetzt robuster Steinbelag aus China

Der italienische Granit ist schon abgerissen und wird nach den Fundamentarbeiten an den Treppenstufen durch neuen robusten Steinbelag aus China ersetzt. Zwei bis drei Wochen wird das Stein-Verlegen an dem Treppenabgang noch dauern. Rund 60.000 Euro kostet die Erneuerung. Mit Abschluss der Treppensanierung am Ausgang Landgericht wechselt die Baustelle ein paar Meter weiter Richtung Forum, dann wird dort der Treppenbereich ebenfalls erneuert.

Und der mächtige Holz-Verschlag drumherum? Der soll die Baustelle in der Tat sicher absperren, denn bei einer anderen Sanierung vor einigen Jahren hatten sich U-Bahn-Kunden durch die Lücken des Draht-Zauns gezwängt, um schnell ihre Bahn zu erreichen. Da war Gefahr im Verzug. Das ist nun wegen der stabilen Bretterwände nicht mehr möglich, außerdem kann der Steinmetz-Betrieb in Ruhe arbeiten, Material und Werkzeug lagern.

Neugierige Passanten gucken durch Sicht-Schlitz

Doch die Menschen macht der Zaun an der ohnehin belebten Stelle erst recht neugierig. „Wir haben schon extra einen Schlitz gelassen, damit die Leute durchgucken können“, berichtet Firmenchef Bernhard Kleinfeld, der auch durch den Sicht-Schlitz immer wieder auf die Baustelle angesprochen wird – „die Leute wollen halt wissen, was los ist. Ich könnte mir ja mein T-Shirt bedrucken“, lacht der Steinmetz.

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