Duisburger Traumzeit-Festival fällt 2012 aus

In diesem Jahr fällt das Festival im Landschaftspark Nord wegen fehlender Unterstützer aus.
In diesem Jahr fällt das Festival im Landschaftspark Nord wegen fehlender Unterstützer aus.
Foto: WAZ/Stephan Eickershoff
Alle Versuche, die „Traumzeit“ im Landschaftspark Duisburg-Nord zu retten, sind gescheitert. Nachdem nun auch die Hoffnung auf eine Förderung durch das Land geplatzt ist, wurde die diesjährige Ausgabe des Festivals am Freitag abgesagt.

Duisburg,. Das Duisburger Musik-Festival „Traumzeit“ fällt in diesem Jahr aus. Nachdem sich der RWE-Konzern als Hauptsponsor zurückgezogen hat, ist es der Stadt nicht gelungen, die dadurch entstandene Finanzierungslücke von 230.000 Euro zu schließen. In dieser Woche ist die Hoffnung auf Landesförderung noch in diesem Jahr geplatzt, und auch eine Verschiebung der Veranstaltung im Landschaftspark Nord von Anfang Juli in den Herbst sei nicht möglich, so Kulturdezernent Karl Janssen.

Das Land habe in Aussicht gestellt, 2013 in die Förderung des Festivals einzusteigen. Aus seiner Sicht war die Traumzeit, die 1997 zum ersten Mal im Rahmen der Duisburger Akzente lief, von Anfang an mit einer städtischen Förderung von 40.000 Euro nicht ausreichend finanziert. Der Gesamt-Etat beläuft sich auf etwa 450.000 Euro. Zwischen 3000 und 5000 Besuchern wurden – je nach Programm und Festivaldauer – jährlich gezählt. Im letzten Jahr wurden 10.000 Besucher gezählt. Seit 2009 ist der Komponist und Musiker Tim Isfort künstlerischer Leiter. Er erweiterte das Festival-Spektrum über Jazz und Weltmusik hinaus – zur Freude eines jüngeren Publikums.

Auch die Duisburger Akzente sind bedroht

Dass die Absage zeitlich mit dem Rückblick auf die Akzente 2012 verbunden war, passt zu den Bedrohungen in der Kulturlandschaft der hoch verschuldeten Stadt. Auch das Akzente-Festival steht finanziell auf tönernen Füßen. Es stand 2012 ganz im Zeichen von Gerhard Mercators 500. Geburtstag. Neben dem traditionellen Theatertreffen hat es sich in den letzten drei Jahren zu einer Bühne für die freie Szene entwickelt. Theatermacher, Künstler und Musiker waren im Gebäudekomplex einer ehemaligen Berufsschule am Burgplatz, die auf den Fundamenten des früheren Wohnhauses Mercators errichtet worden ist, aktiv.

Nach dem Auftakt mit einem Theater-Spektakel auf dem Burgplatz waren in der Schule kleinere, zum Teil wunderbare Produktionen etwa des katalanisches Ensembels „Kamcahtka“ zu sehen. Mit „20.000 bis 25.000 Besucher“ gibt Festivalbüroleiter Frank Jebavy für das 17-tätige Programm an.


 
 

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