Duisburger Traglufthalle: Betreiber glaubt an Brandschutz

Völlig zerstört: Die Traglufthalle in Gelsenkirchen.
Völlig zerstört: Die Traglufthalle in Gelsenkirchen.
Foto: dpa
Nach dem Feuer in einer Gelsenkirchener Traglufthalle: Rheinhauser Hülle ist laut XL-Bau nur schwer entflammbar.

Duisburg. Ein Brand, der am Montagabend eine Traglufthalle in Gelsenkirchen in 40 Minuten völlig zerstörte, kann sich bei der Halle, die derzeit in Rheinhausen für 300 Flüchtlinge hergerichtet wird, nicht wiederholen, glaubt Projektleiter Markus Droste vom Betreiber XL-Bau aus Krefeld.

Nachdem im Innern der Gelsenkirchener Halle aus bisher ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen war, konnten sich 40 Bewohner, die sich zu diesem Zeitpunkt innen befanden, unversehrt retten. Betreiber im Ortsteil GE-Schaffrath ist das Unternehmen Paranet aus Berlin.

Brandschutzkonzept liegt vor

Die Außenhaut der XL-Halle an der Werthauser Straße sei schwer entflammbar, das gelte auch für Trennwände, Fußböden und Vorhänge, die derzeit installiert werden, sagt Markus Droste. „Natürlich bringen die Bewohner ihre Dinge mit, aber nach 40 Minuten sollte eine Halle noch stehen.“

Grundlage für die baurechtliche Zulassung – die haben die XL-Hallen als einzige in Deutschland – sei auch ein Brandschutzkonzept, erklärt der Ingenieur. Dazu gehöre eine ausreichende Zahl von Feuerlöschern zur Erstbekämpfung im Innern ebenso wie ein RAS-Detektionssystem. Über mehrere Schläuche in der Halle wird dabei Luft angesaugt. „Wenn zwei Leute rauchen, rückt die Feuerwehr an“, erläutert Markus Droste. Über vier Notausgänge könne auch die voll belegte Halle in weniger als zehn Minuten evakuiert werden.

 
 

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