Duisburger Sternwarte plant Astronomie-Offensive

Der Verein Rudolf-Römer-Sternwarte Rheinhausen – hier Vorsitzender Rolf Hembach (links) und Ulrich Fricke – sucht für seine zahlreichen Teleskope interessierte Kooperationspartner in Duisburg und Umgebung.
Der Verein Rudolf-Römer-Sternwarte Rheinhausen – hier Vorsitzender Rolf Hembach (links) und Ulrich Fricke – sucht für seine zahlreichen Teleskope interessierte Kooperationspartner in Duisburg und Umgebung.
Foto: Michael Dahlke
  • Der Verein Rudolf-Römer-Sternwarte Rheinhausen sucht neue Partner und Teleskop-Standorte
  • Die Sammlung des Klubs umfasst inzwischen rund 25 astronomische Fernrohre
  • Ziel der Aktion ist es, wieder mehr Kinder und Jugendliche für die Astronomie zu begeistern

Duisburg..  Der Verein Rudolf-Römer-Sternwarte Rheinhausen plant eine Astronomie-Offensive in Duisburg. Inzwischen gehören fast 25 Teleskope zum Klubbestand, doch um sie zu betreiben, fehlt im Observatorium auf dem Dach des Bergheimer Krupp-Gymnasiums (In den Peschen 79) der Platz und die nötige Infrastruktur. Genau deshalb ist der Verein jetzt auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern sowie Standorten, an denen die Aufstellung dieser astronomischen Fernrohre möglich ist.

Astronomie wird vernachlässigt

„Wir wollen erreichen, dass sich wieder mehr Kinder und Jugendliche mit der Astronomie beschäftigen. In den meisten Schulen wird dieses Thema ja leider seit Jahrzehnten völlig vernachlässigt – bis auf einige löbliche Ausnahmen“, sagt Rolf Hembach, der Vorsitzende des Vereins.

Doch nicht jeder Standort sei für die Sternenbeobachtung geeignet. Die Umgebung dürfe nicht zu lichtverschmutzt sein, sagt Hembach. Soll heißen: Mit Scheinwerfern angestrahlte Gebäude, rund um die Uhr beleuchtete Gewerbegebiete oder viele Straßenlaternen sollten sich nicht in der Umgebung befinden. „Allein diese Voraussetzung macht es in einer Großstadt wie Duisburg schwer, geeignete Örtlichkeiten zu finden“, so Hembach.

Weitere Voraussetzungen: eine diebstahlsichere Unterbringungsmöglichkeit für die Teleskope, ein allgemeiner Zugang zum Standort sowohl tagsüber (etwa für Besuche von Schulklassen) als auch am Abend (für Besuche der Sternwarten-Mitglieder) sowie eine elektrische Infrastruktur. „Schulen wären ganz sicher ein sinnvoller Standort. Wir müssen uns aber stets die Örtlichkeit vor Ort anschauen, ob dort eine Art Außenposten unserer Sternwarte entstehen kann“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Standortsuche auch außerhalb des Stadtgebiets

Bis Anfang der 90er Jahre habe der Verein etwa mit dem Steinbart-Gymnasium kooperiert, auf dem sich ebenfalls eine kleine Sternwarte befindet. Diese werde aber, so Hembach, aufgrund baulicher Probleme seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr genutzt. Stattdessen ist dort ein Bücherlager zu finden.

Auch andere Standorte werden von den Vereinsmitgliedern geprüft – etwa der Kaiserberg in Duissern oder Örtlichkeiten außerhalb des Stadtgebiets. Hembach will die Sammlung der Teleskope (eines hat eine Öffnung von 30 Zentimetern, ein anderes eine Brennweite von zwei Metern) aber nicht weiter in Stauräumen ungenutzt verstauben lassen. Sie sollen zum Einsatz kommen. „Denn die Kinder sollen und müssen die Sterne wieder als Teil der Natur kennen lernen.“

 
 

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