Duisburger steht im Finale der "Science Slam"-Meisterschaft

Reinhard Remfort ist Physik-Doktorand an der Universität Duisburg-Essen.
Reinhard Remfort ist Physik-Doktorand an der Universität Duisburg-Essen.
Foto: Ulla Michels
Wissenschaft verständlich und unterhaltsam erklären - was so manche in die Verzweiflung treibt, kann einer besonders gut: Reinhard Remfort, Doktorand an der Universität Duisburg-Essen. Beim Finale der Science Slam-Meisterschaft wird er gegen sieben Mitstreiter um "das goldene Gehirn" kämpfen.

Duisburg.. Fruchtfliegen beleben die Hirnforschung, Duschköpfe werden zu Raketen und Diamanten sind kein Hexenwerk – Science Slammer machen Wissenschaft verständlich. Denn sie haben keine Hemmungen, Kompliziertes ganz einfach zu erklären. Das kann nicht jeder. Einer kann es allerdings besonders gut: Reinhard Remfort, Doktorand an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Er steht am 6. Dezember in Münster im Finale der deutschen Science Slam-Meisterschaft.

Der Physiker konnte im Vorentscheid überzeugen und tritt nun gegen sieben Mitstreiter an, die alle nur ein Ziel haben: das goldene Gehirn. Diese Trophäe bekommt, wer Wissenschaft am unterhaltsamsten präsentieren kann. Denn darum geht es beim Science Slam – in einem freundschaftlichen Wettstreit stellen Jungakademiker ihr Forschungsprojekt einem Laienpublikum vor. Jeder Kurzvortrag darf höchstens zehn Minuten dauern.

Physik und Alltag mit Witz verknüpft

Ins grelle Rampenlicht des Slams wagte sich Remfort erstmals im Mai im Duisburger Grammatikoff. Schon vorher hat er das Labor häufiger gegen die Bühne getauscht, unter anderem bei der Kinderuni der UDE oder der langen Nacht der Physik. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Nicolas Wöhrl veröffentlicht er zudem den Podcast „Methodisch inkorrekt“.

Der 31-Jährige promoviert in Technischer Physik und berichtet davon in seinem Slam mit dem Titel „Dienliche Defekte“. Sein Thema: einkristalline Diamantschichten, genauer die „Epitaxie hochreiner Diamantenschichten zur Untersuchung oberflächennaher NV-Störstellen“. Remfort erklärt, wie er solche NV-Zentren in Diamantgittern mit einem Laser anregt und wie seine Forschung dazu beitragen kann, bessere Magnetsensoren zu entwickeln.

Mit Witz verknüpft er physikalische Zusammenhänge und alltägliche Situationen wie die Blitzaktionen der Polizei und überträgt seine Begeisterung für das Fach auf das Publikum. Das wird ihm hoffentlich auch am 6. Dezember gelingen.

Info: www.scienceslam2013.de

 
 

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