Duisburger SPD stimmt für Daniela Lesmeister als Dezernentin

Oliver Schmeer
CDU und SPD haben sich bereits für die Kandidatin aus Kleve ausgesprochen, damit wird die Wahl von Daniela Lesmeister als neue Rechtsdezerntin in Duisburg sehr wahrscheinlich.
CDU und SPD haben sich bereits für die Kandidatin aus Kleve ausgesprochen, damit wird die Wahl von Daniela Lesmeister als neue Rechtsdezerntin in Duisburg sehr wahrscheinlich.
Foto: Kleve
Ende September wählt der Duisburger Rat den Nachfolger von Rechtsdezernent Wolfgang Rabe. Die Zeichen mehren sich, dass künftig endlich wieder eine Frau mit in der Dezernentenrunde im Rathaus sitzt. Denn auch die SPD hat sich für Daniela Lesmeister ausgesprochen.

Duisburg. Die Wahl von Daniela Lesmeister (CDU) zur neuen Rechtsdezernentin der Stadt Ende September im Rat wird immer wahrscheinlicher. Zugleich mehren sich Anzeichen einer rot-schwarzen Annäherung in der noch offenen Ratsbündnisfrage, genährt auch dadurch, dass die Bündnisgrünen auf die Linksfraktion zugehen.

Die 37-Jährige promovierte Juristin Lesmeister, stellv. Vorsitzende der CDU in Kleve und Präsidentin der Duisburger Hilfsorganisation ISAR, hat sich am Mittwoch bei der SPD-Fraktion präsentiert und dort offenbar Eindruck hinterlassen: Die Fraktion stimmte anschließend einstimmig für ihre Wahl zur Beigeordneten.

Regiert künftig ein rot-schwarzes Ratsbündnis in Duisburg?

Damit gilt als sicher, dass mit der derzeit noch im NRW-Gesundheitsministerium arbeitenden Lesmeister die CDU wieder mit einer Dezernentin in der Rathaus-Spitze vertreten ist. Zugleich, so heißt es, rücken SPD und CDU mit Blick auf den Etat 2015 zusammen. Auch beim Ja zum Factory Outlet gab es jüngst ein rot-schwarzes Ja.

Also ein Ratsbündnis aus SPD und CDU? „Man könnte den Eindruck gewinnen“, meint Grünen-Fraktionssprecherin Claudia Leiße. Kooperationsgespräche mit der SPD gebe es zurzeit nicht. Die Bündnisgrünen haben ihrerseits am Mittwoch beschlossen, mit der Linksfraktion inhaltliche Gespräche zu führen, ob die beiden je sechsköpfigen Fraktionen einen „starken Zwölfer-Bund“ schmieden können. Sei es als „Doppelpack“ für mögliche weitere Verhandlungen mit der SPD oder als Oppositionsbündnis.