Duisburger Schülerinnen büffeln in China

Laura-Paulina Jung (18) und Lea Thome (15) , hier an einem Mercator-Globus, gehen vom 7. September bis zum 7. Dezember für drei Monate in die chinesische Partnerstadt Wuhan.
Laura-Paulina Jung (18) und Lea Thome (15) , hier an einem Mercator-Globus, gehen vom 7. September bis zum 7. Dezember für drei Monate in die chinesische Partnerstadt Wuhan.
Foto: FUNKE Foto Services
Lea Thome und Laura-Paulina aus Duisburg gehen als Austausch-Schülerinnen nach China. Ein Abenteuer für die beiden jungen Frauen.

Duisburg..  In den Genuss der chinesischen Kultur sind Lea Thome und Laura-Paulina Jung bisher nur im China-Restaurant um die Ecke gekommen. Das wird sich nun ändern. Denn am heutigen Freitag heben die 15- und die 18-Jährige mit dem Flieger ab in Richtung Wuhan. Drei Monate verbringen die Schülerinnen auf Einladung der Duisburger Partnerstadt in China und besuchen dort als Austauschschüler eine internationale Schule. Oberbürgermeister Sören Link verabschiedete die Schülerinnen nun im Rathaus.

Lea Thome lernt schon seit einiger Zeit Japanisch am Abtei Gymnasium. Eigentlich wollte sie auch noch das Fach Chinesisch wählen, „aber ich war die Einzige, die sich dafür interessiert hat“, lacht die 15-Jährige. Ihre Lehrerin schlug sie dann für das Austauschprogramm der Stadt vor. „Eine tolle Chance, die Sprache vor Ort zu lernen“, findet sie. Genau wie Laura-Paulina Jung, die das Sophie-Scholl-Berufskolleg besucht und eine Ausbildung zur Gymnastiklehrerin absolviert. Sie nimmt am Austausch-Programm teil, um neue Perspektiven auf die internationale Arbeitswelt zu bekommen. „China hat einen großen Markt für Personal Trainer“, sagt die 18-Jährige. „Vielleicht eröffnen sich dort neue Möglichkeiten.“ Auch Lea tritt die Reise mit Blick auf die spätere Berufswahl an: „Ich könnte mir vorstellen Orientalistik zu studieren oder im diplomatischen Dienst zu arbeiten.“

Im Vordergrund stehe bei beiden aber das Lernen und Kennenlernen der Sprache, der Menschen und ihrer Kultur. „Wir freuen uns besonders auf die bunten Märkte, auf denen man so schön Feilschen kann“, sagt Lea. Auch die traditionelle Kleidung wollen die Mädchen einmal anprobieren und eine chinesische Oper besuchen. Dabei hoffen sie, in eine nette Gastfamilie zu kommen, die ihnen ihre Kultur näher bringt. „Unter der Woche schlafen wir in der Schule, am Wochenende sind wir bei einer Familie.“

Vorbereitet auf die Reise haben sich die Schülerinnen im Konfuzius Institut und in der VHS. „Dort haben wir einen Chinesisch-Kurs belegt und einige Infos zum Land bekommen“, sagt Laura-Paulina. Einen China-Knigge mit den wichtigsten Verhaltensregeln hat sich Lea bereits besorgt. „Man soll Chinesen immer zweimal zum Essen einladen“, sagt sie. „Und immer einen Rest auf dem Teller übrig lassen“, ergänzt Laura-Paulina. „Das ist ein Gebot der Höflichkeit.“ Das Essen auf Stäbchen bis zum Mund zu balancieren haben die Mädchen schon geübt. „So richtig geklappt hat es aber noch nicht“, lachen sie. Die richtige Technik werden ihnen sicher ihre Mitschüler beibringen.

„Richtig aufgeregt“ seien sie nun, schließlich waren beide noch nie außerhalb Europas auf Reisen. „Für uns ist es überhaupt der erste Flug.“ Dennoch überwiege die Vorfreude. Beide sind sich sicher, dass es eine glückliche Zeit werden wird. „Weil es schon immer mein Traum war, einmal nach China zu reisen“, sagt Lea.

 
 

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