Duisburger Schüler programmieren und kämpfen um den Robo-Cup

Roboter als Pokale beim Roboter-Wettstreit im Tectrum. Der Sieger wurde in mehrere Wettkampfrunden ermittelt.
Roboter als Pokale beim Roboter-Wettstreit im Tectrum. Der Sieger wurde in mehrere Wettkampfrunden ermittelt.
Foto: Fabian Strauch
Im regionalen Vorentscheid des Roboter-Wettkampfs kamen neun Teams aus Duisburg und Umgebung zusammen. Der Sieger darf zum NRW Finale nach Mülheim.

Duisburg. Anfeuerungsrufe und stampfende Beine wie beim Fußball oder Handball: Wenn die Spieler die Roboter ins Rennen schicken, fiebern die Zuschauer mit. Etwa 80 Schüler tummeln beim Regionalentscheid der „Robot-Games“ im Neudorfer Tectrum. Ihre Roboter müssen einen Parcours mit elf Teilaufgaben bewältigen. Wer alle meistert, kommt auf 600 Punkte. Aber in nur zweieinhalb Minuten ist das schier unmöglich. „Die Teams müssen sich eine Strategie überlegen“, sagt Dr. Karsten Lemke vom Mitveranstalter, der Landesinitiative Zukunft durch Innovation (ZDI).

Zwei Spieler hocken am Spielfeldrand: Die Stationen für die Konstruktionen der Fünft- bis Zehntklässler heißen Schülerlabor, Hochschule und Arbeitsagentur. Zwei Lego-Figuren auf dem Parcours muss der selbst-programmierten Roboter einsammeln, dann rüber zum Schülerlabor schaffen. Wenn sie sicher ankommen, gibt’s 80 Punkte. Danach müssen Ringe einsammelt, eine Schranke geöffnet und ein BAföG-Antrag unterschrieben werden.

"Manche programmieren schneller, andere bauen schneller auf"

„Wir haben in diesem Jahr den Schwerpunkt Wege ins Studium und in den Beruf“, erklärt Annegret Anghausen-Reuter, Pressesprecherin der Wirtschaftsförderung GFW Duisburg. Die Idee hinter dem Wettbewerb: Junge Menschen für Roboter-Technik zu gewinnen. „Vor allem gilt es, die Begeisterung zu halten, damit sie später vielleicht hier im Haus ein Unternehmen gründen.“

Das könnten Paul Groß und Tobias Willée (beide 12) vom Team „Robo Matrix“ sein. Die Mannesmann-Gymnasiasten sind mit dem Einzug ins Halbfinale zufrieden. „Bei der Probe klappte alles, im Spiel nicht mehr so gut“, sagt Paul. „Entscheidend ist es auf der Matte“, sagt Tobias. Trotz verfehltem Finaleinzug sind die Sechstklässler fröhlich – sie sind zum ersten Mal dabei. Dann drücken sie ihren Siebtklässlern die Daumen. Die „MegaMindstormGang“ muss sich gegen die „Robo-Gang“ von der Realschule/Sekundarschule Hamborn im Finale durchsetzten.

Jeremy Feußner (12) ist zum ersten Start gleich im Finale. Shirley Hakama (13) kann ihre Erfahrung aus dem vergangenen Jahr weitergeben. „Manche programmieren schneller, andere bauen schneller auf“, sagt sie. „So kommt auch jeder dran“, sagt Marian Morgenroth (13). Alle fiebern im Finale mit: „M-M-G“, schallt es aus einer, „Ro-bo-Gang“, aus der anderen Ecke. Doch das Team des Mannesmann-Gymnasiums hat mit 220 Punkten das Nachsehen. Die „Robo-Gang“ holt mit 280 Punkten souverän den Robo-Cup heim. Ende Juni geht es dann zum Landeswettbewerb..

 
 

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