Duisburger Schüler im Roboter-Wettstreit

Marc André vom Max-Planck-Gymnasium trat mit dieser selbst gebauten Maschine beim Robot Game an.
Marc André vom Max-Planck-Gymnasium trat mit dieser selbst gebauten Maschine beim Robot Game an.
Foto: WAZ FotoPool
Zwölf Teams sind beim Robot Game in Duisburg gegeneinander angetreten. Die jungen Frauen und Männer haben dafür einen eigenen Roboter aus Lego-Bausteinen kreiert, der einen Aufgaben-Parcours bewältigen musste.

Duisburg.. Auf dem ersten Blick könnten nicht Eingeweihte mutmaßen, der Tec-Tower des Tectrum sei heute ein großen Spielplatz. Etliche Kinder und Jugendliche tummeln sich in dem Rundbau in Neudorf. Und sie beschäftigen sich mit Lego-Bausteinen. Doch höchstens der spielerische Umgang mit den Bauklötzen erinnert an Kinderkram. Denn vielmehr handelt es sich hierbei um einen handfesten Hightech-Wettstreit.

Zwölf Teams treten beim so genannten Robot-Game gegeneinander an. Die jungen Frauen und Männer haben dafür einen eigenen Roboter aus Lego-Bausteinen kreiert. Mit dieser Maschine müssen sie beim Wettkampf unterschiedliche Aufgaben auf einem Spielfeld bewältigen.

Roboter bauen auf dem Stundenplan

Besonders viele weibliche Teammitglieder hat die Gruppe „Robitas“ vom Max-Planck-Gymnasium aus Meiderich. Unter den sieben sind nur zwei Jungs. Kurz vor dem Anpfiff steigt die Anspannung. Die jungen Konstrukteure tüfteln noch an den Feinheiten ihrer Maschine. Marc-André hat zusammen mit seinem Kumpel Lennart (beide 15 Jahre) einen Roboter gebaut, der drei Sachen kann.

„Geradeaus fahren, um die Kurve düsen und Schieben“, erklärt der Konstrukteur. Die Entwicklung und der Bau des Roboters dauerte immerhin sechs Unterrichtsstunden.

Nicht alle Herausforderungen können gemeistert werden

Seine Fähigkeiten soll das kleine Teil in nur zweieinhalb Minuten unter Beweis stellen. Nur so wenig Zeit bleibt, um möglichst viele der 14 Aufgaben zu lösen. In einer Miniaturwelt müssen die Maschinen Gewichte anheben, die richtige Herdplatte abschalten oder mit Farbsensor die richtige Medizinflasche erkennen und diese dann aufnehmen.

In so kurzer Zeit lassen sich nicht alle Herausforderungen meistern. „Die Teilnehmer können frei wählen“, erklärt Diplom-Ingenieur Jörn Linke. Der Projektmanager der ITQ GmbH, die im Tec-Tower ansässig ist, spielt heute mal den Schiedsrichter. Er hält genau fest, ob die Bewältigung einer Aufgabe die volle Punktzahl ergibt.

Generalprobe klappt problemlos

Ob die Robitas vom Max-Planck-Gymnasium Chancen auf einen der drei Pokale haben? „Mal gucken, große Hoffnungen habe ich eigentlich nicht“, meint Marc-André. Trotzdem tüftelt Team-Mitglied Christina am PC noch kurz bis vor dem Anpfiff an der Programmierung.

Bei der Generalprobe klappt zumindest eine Herausforderung problemlos. Die Maschine saust über den Parcours, drückt, wie gewünscht auf eine Schaltfläche. Ob Marc-André irgendwann einmal Ingenieur werden möchte? „Mal gucken, das lässt sich jetzt noch nicht sagen“, meint der Nachwuchs-Konstrukteur und ergänzt: „Auf jeden Fall bereitet es viel Spaß hierbei mitzumachen.“

 
 

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