Duisburger Polizei leitet Verfahren wegen verbotenem Bandidos-Schriftzug ein

Am Dienstagabend deckten Mitglieder der Rockergruppe Bandidos den verbotenen Schriftzug von ihrem Vereinsheim an der Charlottenstraße ab.
Am Dienstagabend deckten Mitglieder der Rockergruppe Bandidos den verbotenen Schriftzug von ihrem Vereinsheim an der Charlottenstraße ab.
Foto: WAZ FotoPool
Die Duisburger Polizei hat ein Strafverfahren gegen die Bandidos eingeleitet, weil diese an ihrem Vereinsheim den verbotenen Bandidos-Schriftzug gezeigt haben. Als Konsequenz überklebten die Rocker am Dienstagabend das Schild an der Charlottenstraße.

Duisburg.. Die Anordnung der Duisburger Staatsanwaltschaft, verbotene Rocker-Symbole und Schriftzüge öffentlich nicht zu verwenden, trägt erste Früchte. Weil an ihrem Vereinsheim an der Charlottenstraße im Duisburger Rotlichtviertel ein riesiger roter Bandidos-Schriftzug prangt, hatte die Duisburger Polizei nur einen halben Tag nach dem Verbot ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen der Outlaw Motorcycle Gang (OMCG) eingeleitet.

Auf Veranlassung der Polizei haben Mitglieder des Clubs im Laufe des Dienstagabends die verbotenen Symbole am Vereinsheim unkenntlich gemacht. An der Fassade ist jetzt nur noch der Schriftzug „Fat Mexican“ mit Sombrero zu sehen. Auch am benachbarten Treff des - den Bandidos nahestehenden - MC Diablo Duisburg wurde das Logo abgenommen - obwohl es nicht unter das von der Staatsanwaltschaft verhängte Verbot fällt.

Den Rockern drohen Geld- oder Freiheitsstrafen

„Wir gehen gemeinsam konsequent mit allen rechtlichen Möglichkeiten gegen die Rockergruppierungen in Duisburg vor und dulden weder ihr martialisches Auftreten noch Provokationen oder Machtdemonstrationen“, so Polizeipräsidentin Elke Bartels. Bei Verstößen gegen die entsprechenden Paragraphen 9 und 20 des Vereinsgesetzes drohen entweder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe, wenn sich die Rocker beispielsweise mit ihren Kutten, auf denen die verbotenen Symbole aufgenäht sind, in der Öffentlichkeit zeigen.

Die Bandidos kündigten bereits an, dass sie das Verbot für juristisch bedenklich halten. Das NRW-Innenministerium hat zudem am Dienstag das Symbol-Verbot für die Bandidos und Hells Angels auf Darstellungen im Internet ausgeweitet. Verfahren gegen die Hells Angels gibt es in Duisburg noch keine, da der Rockerclub zumindest „offiziell“ seit Oktober vergangenen Jahres nicht mehr in Duisburg vertreten ist und kein Vereinsheim mehr hat. (mawo)

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen