Duisburger Polizei geht hart gegen kriminelle Rumänen und Bulgaren vor

10.000 Einsatzstunden, knapp 5000 Aktionen: das ist der Aufwand der Polizei in 6 Monaten gegen Regelbrüche in Hochfeld. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ FotoPool
10.000 Einsatzstunden, knapp 5000 Aktionen: das ist der Aufwand der Polizei in 6 Monaten gegen Regelbrüche in Hochfeld. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ FotoPool
Foto: Stephan Eickershoff
Duisburg brauche keine Amtshilfe von Polizei aus Rumänien oder Bulgarien, um gegen Regelbrüche oder Straftaten von Neuzuwanderern aus Südosteuropa vorzugehen. Aber die Polizei fährt seit einem halben Jahr eine massive Taktik der Null-Toleranz.

Duisburg. Die Duisburger Polizei wird nicht, wie in Dortmund, Köln oder Düsseldorf um die Unterstützung von Polizeibeamten aus Rumänien oder Bulgarien nachsuchen, um besser gegen „Klaukinder“, Prostitution, Ordnungsverstöße oder Straftaten von Sinti und Roma vorgehen zu können.

Dies bestätigte Ramon van der Maat, Sprecher der Polizei auf Nachfrage der NRZ. Begründung: Straftäter dieser Gruppe, die in Duisburg festgenommen wurden oder auffielen, seien fast immer reisende Täter aus Köln oder Dortmund oder sonst woher gewesen, oder solche, deren Wohnsitz völlig unklar sei. Van der Maat: „Aber die hier lebenden Südosteuropäer in Hochfeld stellen polizeilich derzeit kein Problem dar.“

Trotzdem, so der Sprecher, habe die Polizei ihre Strategie gegenüber dieser Zuwanderungsgruppe verändert. „Es geht nicht um schwere Kriminalität, sondern um Verhalten und Ordnungswidrigkeiten.“ So habe die Polizei von April bis September alleine in Hochfeld beinah 10.000 zusätzliche Mannstunden eingesetzt, um knapp 5000 „Tätigkeiten“ durchzuführen, wie Verwarngelder erheben, Anzeigen schreiben, Autos stilllegen, Unfälle aufnehmen.

Taktik der Null-Toleranz von Ordnungswidrigkeiten

Der Sprecher: „Wir sind massiv unterwegs und setzen viel zusätzliche Manpower ein, um besonders in den Wohnvierteln, wo wir die Zuwanderer antreffen, eine Taktik der Null-Toleranz von Ordnungswidrigkeiten zu fahren.“ Ob das aber auch Wirkung zeige, müsse sich jetzt weisen.

Aber wie in Dortmund und Köln geschehen, eigens Polizeikräfte phasenweise aus den Herkunftsorten der Zuwanderer an Rhein und Ruhr zu holen, mache nur dort Sinn, wo die Zuwanderer wie in Dortmund durch gravierende Prostitution oder wie in Köln durch landesweit reisende Kriminalität auffielen.

 
 

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