Duisburger „Platzhirsch“ endet mit Stoppok-Konzert

Stoppok und Worthy sind ein eingespieltes Team.
Stoppok und Worthy sind ein eingespieltes Team.
Foto: FUNKE Foto Services
  • „Das Stoppok-Konzert ist unser Geschenk an die Stadt“, sagt Mit-Organisator Tim Isfort
  • Die Macher ziehen eine positive Bilanz, müssen aber noch Kassensturz machen
  • Langfristig wünschen sich die Ehrenamtlichen mehr (finanzielle) Unterstützung

Duisburg.. Tatort, Spiel der Fußball-Nationalelf gegen Norwegen – alles egal: Der Dellplatz war voll, als Stefan Stoppok in Trio-Besetzung am Sonntagabend das dreitägige „Platzhirsch“-Festival beendete: Gewohnt charmant, witzig und mit Mitsing-Garantie. Im Chor singen die Besucher, Stoppok und Reggie Worthy die Lieder wie „Dumpfbacke“, „Mein Freund, der Kühlschrank“ oder „Dumpf dröhnt es aus dem Beton.“ Ein schöner Abschluss eines vielseitigen Festivals.

In Duisburg sind die Special-Effects noch handgemacht. So trugen einige Helfer während des Konzerts die Pavillons, die die Instrumente und Technik vor Regen schützen sollten, von der Bühne. „Wisst Ihr, warum ich mich freue, hier zu spielen?“, fragte Stoppok, der sich am Samstag schon privat die eine oder andere Band angesehen hatte. Die Antwort hatte Biss: „In Duisburg seid ihr einiges gewöhnt.“ Zwischendurch holt er sich noch Unterstützung von Pavel Arakelian. Der Saxophonist war mit einer anderen Kombo ebenfalls beim „Platzhirsch“ zu Gast.

Wunsch: Mehr Planungssicherheit

„Stoppok ist unser Geschenk an die Leute und an die Stadt. Damit sind wir sicher auch ein Risiko eingegangen“, erklärt Mit-Organisator Tim Isfort. Zu den Besucherzahlen können die ehrenamtlichen Organisatoren noch nichts sagen – und auch, wie es um die Finanzen bestellt ist. Mehrfach haben Tim Isfort und René Wolf, die sich um das Musikprogramm kümmerten, die Zuschauer gebeten, sich auch eine Eintrittskarte zu kaufen. Viele Konzerte fanden auf dem Platz umsonst und draußen statt. Langfristig gesichert ist die Veranstaltung aber nur, wenn sich möglichst viele auch finanziell beteiligen. Erstmals unterstützte die Stadt das Festival mit 10.000 Euro. „Die konnten wir aber gar nicht ins Programm einplanen, weil wir Rücklagen brauchten, um uns gegen das Wetter abzusichern“, sagt Luise Hoyer vom ausrichtenden Verein „Kultursprung.“

Sebastian Schwenk betont: „Es wäre für alle leichter, wenn wir sicherer und ohne den großen finanziellen Druck planen könnten.“ Grundsätzlich ist er zufrieden mit der „Qualität“ der Besucher: „Es war an allen drei Tage friedlich, wir hatten keinen Stress.“ Und wenn beispielsweise umliegende gastronomische Betriebe von dem Fest profitieren, sei das in Ordnung.

„Wir sind vor vier Jahren bewusst zum Dellplatz gegangen, weil wir zeigen wollten, dass es möglich ist, ein Festival in der Stadt auf die Beine zu stellen“, erinnert sich Isfort. Nun sei es an der Zeit, zu überlegen, in welche Richtung sich das Festival entwickeln solle. „Wir wollen die Vielfalt und das Experimentelle erhalten. Aber so etwas kann nur gelingen, wenn sich viele in der Stadt für das Platzhirsch-Festival engagieren.“

 
 

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