Duisburger Nacht der Bands am Dellplatz war "Delluxe"

Gute Stimmung bei Tim McMillan im Grammatikoff.
Gute Stimmung bei Tim McMillan im Grammatikoff.
Foto: WAZ FotoPool
Zum 13. Mal fand in Duisburg rund um den Dellplatz das Musikfestival "Duisburg Delluxe" statt. Die Nacht der Bands lockte nicht nur Einheimische zu einem abwechslungsreichen Programm. Manche Band samt Location war gar so begehrt, dass einige Besucher draußen bleiben mussten.

Duisburg.. Wenn schon das Traumzeit-Festival als großer Sommerparty-Treffpunkt für die Freunde gehobener Live-Musik ausgefallen ist, so bleibt diesen immerhin „Duisburg Delluxe“ erhalten. Veranstalter Klaus Siepmann, als Festivalplaner ein Schwergewicht mit langem Atem, lud am Samstag mit seinem Team auf neun Bühnen rund um den Dellplatz zum 13. Mal zur Nacht der Bands ein.

Und trotz des wenige Meter entfernten Stadtfestes auf der Königstraße drängten sich vor allem zu späterer Stunde bei angenehmen Temperaturen rund um die Josef-Kirche viele Besucher aus Duisburg und Umgebung, die das abwechslungsreiche Programm sichtlich genossen.

Konzert in der Kirche

Wer dabei kein Konzert auslassen wollte, der musste allerdings erst einmal in die Kirche gehen, in der die Sängerin Anke Johannsen mit ihrem Trio und eigenen Songs über Leben und Liebe das Festival eröffnen durfte. Doch in der meditativen Kirchenatmosphäre gab es auch Gospelsongs wie „Thank you for the Sunshine“ zum Mitklatschen.

Nur wenige Meter entfernt ging die muntere Reise durch das klingende Dellviertel weiter mit einer Station in der Karibik. Zu bunten Cocktails präsentierte sich schwungvoll die Duisburger Band „Highway Trip“ mit eingängigem Gitarrenrock und Gesang. Da schmerzte es nicht allzu sehr, dass die sehr entspannte Bedienung unsere kleinen Pilschen bis heute nicht geliefert hat.

Ein paar Schritte weiter stellte sich im Gemeindehaus eine Band mit dem schönen Namen „Das Expeditionsteam“ vor, in der mit Sänger Sebastian Dey ein kleiner Bruder von Roger Cicero das zahlreiche und begeisterte Publikum auf Party-Temperaturen hielt. Das gefiel auch Michael aus Duissern: „Eine echt scharfe Band.“

Gedränge bei „Cowboys on Dope“

Wer dann jedoch gegenüber in die „Säule“ wollte, aus dessen kleinem Saal von den „Cowboys on Dope“ eher punkige Klänge zu vernehmen waren, der scheiterte schon im überfüllten Eingangsbereich. Was dazu führte, dass diese viel gefragte Band an diesem Abend ein absoluter Geheimtipp war, da nur wenige sie sehen konnten.

Mit Christoph Terbonssen war dann im proppenvollen Cafe Graefen einer der besten Duisburger Sänger und Multiinstrumentalisten zu erleben, der seine Fans auch zu Hits von Amy Winehouse mitsingen ließ. Was auch Stammgast Horst an der Theke dieser schönen alten ­Szene-Kneipe im frühen Kreuzberg-Stil mit viel Beifall zu würdigen wusste.

Reise zum Dellplatz ist es wert

Im „Grammatikoff“ gab es dann für die jüngeren Leute den „Electric Suicide Club“ und im benachbarten „Movies“ durfte das Publikum, das gerade aus dem neuen Film von Woody Allen an die Herbstluft wollte, einen starken Auftritt der Band „Granufunk“ genießen, in der der aus der Show von Johannes Kerner im ZDF bekannte Mr. Granufunk zu donnernden Bässen Soul-Klassiker von James Brown zündete. Dellplatz-Delluxe ist und bleibt eine Reise um den Dellplatz wert.

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen