Duisburger macht provozierende Mode

Ludger Böhne
Firmengründer Stephan Nieke macht Mode
Firmengründer Stephan Nieke macht Mode
Foto: Privat
Stephan Nieke – bekannter als Rapper Seaple – gründet mit drei Freunden eine neue Marke. Die Designs entwerfen sie selbst, produziert wird in Amerika. Die ersten Verkaufstage stimmen die jungen Gründer zuversichtlich.

Duisburg.  Die vier Jungs aus Duisburg sind mit ihrer provozierenden Modefirma erst seit Anfang Mai am Markt. „St33t Fvck“ heißt die Linie, die es nur im Internet gibt. Der Name ist frech und das soll er auch sein, so Gründer Stephan Nieke (23).

Der Anfang sei vielversprechend, sagt der Veranstaltungskaufmann und Musiker selbstbewusst: „Es ist perfekt angelaufen. Das ist für uns kein Hobby, das wird ganz groß. Wir merken schon nach den ersten Tagen, da ist Musik drin.“

Musik ist ein gutes Stichwort: Der Rheinhausener ist zunächst in der Szene bekannt als Deutsch-Rapper Seaple. Aus der Rapszene heraus entstand auch die Idee für das eigene Modelabel: „Musik hat immer auch mit Fashion zu tun.“ Mit Daniel Kirsten und Oliver Salz gründete Nieke das Unternehmen, entwickelt Ideen für die Motive, die Grafikdesigner Dennis H. als vierter im Team in die richtige Form bringt.

Zum Start eine kleine Kollektion

Die erste Kollektion ist noch schmal, 22 Teile gibt’s, sämtlich Oberbekleidung. Hergestellt werden die T-Shirts in Los Angeles, 100 % Baumwolle. „Unsere Artikel sollen fair produziert werden. Das war uns wichtig“, sagt Nieke. Werbung haben die Duisburger allein über soziale Medien (Facebook, Twitter) gemacht: „Da haben wir schon sehr viele Menschen erreicht.“. Nach den ersten Verkaufstagen kristallisieren sich das Firmenlogo und der Schriftzug „Rap in L.A.“ als Renner heraus. Nachschub mit neuen Ideen kommt im Herbst.

Mode will heute immer auch eine Botschaft haben, eine Geschichte erzählen. Die von St33t Fvck geht so: Die T-Shirts soll jeder tragen können, egal ob Frau oder Mann, egal aus welcher Szene, welcher Hautfarbe, welcher sexuellen Orientierung. Stephan Nieke: „Es muss keine Gliederung in Sparten geben und wir wollen uns in keinen Trend pressen lassen. Die T-Shirts kann man auch unterm Jackett zum Anzug tragen.“ Dass sie wie der Label-Name provoziert, ist gewollt: „Das gibt viel Mundpropaganda.“

Diese Idee vermittelt auch das Model, das die erste Kollektion präsentiert. Die Duisburgerin mit dem Künstlernamen Hellcat.any vereine mit ihren Tätowierungen, Piercings und bunten Haaren (die Farbe wechselt) „alle Vorurteile, die uns egal sind“, sagt der Modemacher.