Duisburger Flüchtlinge studieren und machen Praktika

Majd Maklad, Flüchtling aus Syrien, absolviert seit Februar ein Praktikum bei Thyssen-Krupp, an der UDE will der Betriebswirt bald studieren.
Majd Maklad, Flüchtling aus Syrien, absolviert seit Februar ein Praktikum bei Thyssen-Krupp, an der UDE will der Betriebswirt bald studieren.
Foto: WAZ FotoPool
Thyssen-Krupp AG kooperiert mit der Universität Duisburg-Essen bei der Nachqualifizierung von Akademikern aus Syrien. Es gibt schon erste Erfolge.

Duisburg.. Um Geflüchteten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, kooperieren die Universität Duisburg-Essen (UDE) und die Thyssen-Krupp AG seit Anfang des Jahres. Hochqualifizierte Flüchtlinge besuchen Kurse an der Uni und absolvieren parallel dazu ein Praktikum im Industrieunternehmen. Die Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte, das zeigen zwei Erfolgsgeschichten.

Majd Maklad (26) studierte in Syrien BWL bis zum Bachelorgrad. Als er 2014 nach Deutschland kam, besuchte er zunächst Integrations- und Sprachkurse. Im TalentKolleg Ruhr der UDE belegt er demnächst studienvorbereitende Kurse. Seit Februar ist er Praktikant bei ThyssenKrupp, erstellt Dokumente, besucht Schulungen und Seminare. Maklad: „Es macht Spaß, jeden Tag etwas Neues zu lernen“, sagt Maklad, „ alle Kollegen sind sehr nett und wiederholen alles gerne und geduldig, wenn nötig.“ Das nächste Ziel ist die Deutschprüfung für die Hochschulzulassung, an der UDE.

Motivation und gute Deutschkenntnisse

Aus Syrien stammt auch Malek Mohamed Omran Zedan (31). Der Informatiker hat seinen Studienabschluss in Ägypten erworben und arbeitete danach mehrere Jahre in Saudi Arabien. Über das UDE-Programm OnTOP wird er jetzt nachqualifiziert und durchläuft ebenfalls ein Praktikum bei ThyssenKrupp. Dafür sind neben Motivation auch gute deutsche Sprachkenntnisse auf B1-Niveau erforderlich.

Im UDE-Bereich Offene Hochschule sind Projekte angesiedelt, die mit bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Partnern neue Wege gehen. Eingebunden sind vor allem das TalentKolleg Ruhr, und das Programm OnTOP zur Nachqualifizierung.

„Die Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe, Arbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Die zusätzlichen Lernmöglichkeiten und persönlichen Kontakte an der Uni erleichtern den Flüchtlingen das Zurechtfinden im Unternehmen und umgekehrt, deshalb freue ich mich über die Kooperation“ so Oliver Burkhard, Arbeitsdirektor der Thyssen-Krupp AG.

 
 

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