Duisburg

Duisburger City-Pavillon könnte wieder zur Stadtinfo werden

Oliver Schmeer
Schauinsland verlässt den Pavillon am östlichen Ende der Königstraße. Das Stadtmarketing kümmert sich jetzt um die Nachnutzung.
Schauinsland verlässt den Pavillon am östlichen Ende der Königstraße. Das Stadtmarketing kümmert sich jetzt um die Nachnutzung.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServices
Schauinsland verlässt den Info-Pavillon am östlichen Ende der Königstraße. Die Stadtmarketinggesellschaft prüft jetzt, wie der Bau weiter zu nutzen ist.

Duisburg. Für den Info-Pavillon, der im Jahr 2000 als architektonischer Abschluss der Umgestaltung der Königstraße Duisburgs Tourist-Information wurde, muss eine neue Nutzung her. Schauinsland-Reisen verlässt jetzt den klotzigen Bau am östlichen Ende der Bummelmeile. Der Duisburger Reiseveranstalter hatte den Pavillon 2010 bezogen, nachdem das Stadtmarketing mit seinem Ruhr-Visitorcenter ins City-Palais gewechselt war.

Schauinsland geht mit seinem Reisebüro zur Königstraße/Sonnenwall und will dort näher am Passantenstrom sein. „Wir prüfen jetzt die möglichen Optionen, wie wir den Pavillon künftig nutzen, so Peter Joppa, Chef der Stadtmarketinggesellschaft. Der Pavillon ist im Besitz der DMG.

Pavillon hat 1,5 Millionen Euro gekostet

Als Scharnier zwischen Königstraße und Hauptbahnhof sollte der damals 1,5 Millionen Euro teure Pavillon mit der großen Glasfront und dem glänzenden dunklen Granit Blickfang für die City sein. Entworfen hatte ihn das Braunschweiger Architekten-Ehepaar Rüdiger, das auch die Königstraße umgestaltet hatte. Sie wiesen dem Pavillon den „Charakter einer Skulptur“ zu und lobten den „Dreiklang aus Stein, Glas und Metall“. Gebäude wie Standort gerieten aber auch schon damals in die Kritik, böse Zungen sprachen vom „Mausoleum“, das die Blickachse stört und nur im Weg steht. Auch gab es Probleme mit der Lüftung in dem zweistöckigen Pavillon.

DMG-Chef Joppa teilt die Vorbehalte gegen den modernen Kasten-Bau nicht, hält auch nichts von einem Abriss, der immer mal wieder im Gespräch war. „Wir sind zuversichtlich, den Pavillon weiter nutzen zu können und prüfen derzeit die verschiedenen Möglichkeiten.“ Dazu soll jetzt auch eine technische Begehung erfolgen. Auch ein gastronomischer Betrieb sei denkbar. Es gebe dazu Anfragen, so Joppa

Stadt- und Touristen-Informationen könnten kommen

Aber auch die Rückkehr der Stadt-Info könnte eine Möglichkeit sein. Zum Kulturhauptstadtjahr 2010 war die Stadtinformation aus dem Pavillon in das City-Palais umgezogen. Nachdem die EU-Förderung für das eher abgelegene Ruhr-Visitorcenter in dem Einkaufszentrum nach fünf Jahren ausgelaufen ist, könnte das Stadtmarketing nun über eine Verlegung ihrer Stadt- und Touristen-Informationen nachdenken. Das würde auch weiter Mietbelastungen verringern. „Die Lage des Pavillons ist eigentlich sehr gut“, meint Joppa auch mit Blick auf die bald beginnenden Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die das Eintrittstor in die Innenstadt deutlich aufwerten soll.