Duisburger CDU empfiehlt Mitgliedern, nicht zum Bürgerentscheid zu gehen

Man werde CDU-Mitgliedern beim Kreisparteitag wohl empfehlen, dem Bürgerentscheid fernzubleiben, so Thomas Mahlberg (links) im Vorfeld. Hier im Bild mit Petra Vogt, die die Ratsfraktion leitet.
Man werde CDU-Mitgliedern beim Kreisparteitag wohl empfehlen, dem Bürgerentscheid fernzubleiben, so Thomas Mahlberg (links) im Vorfeld. Hier im Bild mit Petra Vogt, die die Ratsfraktion leitet.
Foto: NRZ

Duisburg.. Bei der CDU Duisburg befinden sich inzwischen alle Christdemokraten dort, wo sie hingehören: Rund 200 Mitglieder hat die Kreispartei innerhalb ihrer Ortsverbände verschieben müssen, nachdem das Bundesschiedsgericht die Duisburger Partei dazu verdonnert hatte, Ordnung in ihre Mitgliederstruktur zu bringen. Der Wohnort ist ausschlaggebend für den jeweilige Zugehörigkeit. Jeden einzelnen Fall sei der Kreisvorstand in zwei Sitzungen durchgegangen, sagte der Vorsitzende Thomas Mahlberg der NRZ.

Nachdem Ortsverbände und Bezirke schließlich ordentlich wählen konnten, steht am Freitag der Kreisparteitag an, erstmals in der Glückaufhalle in Homberg (Beginn 18 Uhr). Der gesamte Vorstand um Mahlberg steht zur Wiederwahl, Gegenkandidaten gebe es bisher nicht.

Politische Veranstaltung

Dominierendes Thema wird der anstehende Abwahlentscheid gegen OB Adolf Sauerland am 12. Februar 2012 sein. Sauerland selbst wird wie gewohnt eine Rede vor dem Parteitag halten, ebenso wie der Vorsitzende Mahlberg und Fraktionschefin Petra Vogt.

„Wir werden deutlich machen, dass die Abwahl mit den Konsequenzen aus der Loveparade-Tragödie nichts mehr zu tun hat, sondern nur noch eine politische Veranstaltung ist“, sagt Mahlberg. Die CDU wird offenbar nicht dazu aufrufen, am 12. Februar für Sauerland zu stimmen. Der Kreisverband habe sich zwar noch nicht festgelegt, sagte Mahlberg zur NRZ, aber: „Ich gehe davon aus, dass wir unseren Mitgliedern empfehlen werden, der Abstimmung fernzubleiben“.

Der Vorstoß der Initiative, die mehr Basis-Demokratie forderte und die Parteispitze harsch kritisierte, ist offenbar versandet. Ein entsprechender Antrag liegt für Freitag jedenfalls nicht vor.

 
 

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