Duisburger Bibliothek darf doch neue Medien kaufen

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Duisburg. Durchatmen in der Duisburger Stadtbibliothek: Auf den letzten Drücker hat die Bezirksregierung Düsseldorf 321.000 Euro zum Medienkauf freigegeben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das jedoch deutlich weniger Budget. Auch die Einnahmen gehen zurück.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat der Stadtbibliothek auf den letzten Drücker 321.000 € zum Medienkauf freigegeben. Das bestätigte Bibliotheksdirektor Jan-Pieter Barbian der NRZ.

Zur Erinnerung: Bis 2008 konnte die Bibliothek über 900.000 € verfügen, 2009 noch über 500.000 €. Bis tief in den Herbst 2010 hinein waren’s Nullkommanull. Doch das ist nicht alles. Kaum neue Bücher, CDs oder DVDs aus den Bestsellerlisten mit Chart-Zuschlag (1-2 €), das bedeutet: keine Ausleihe. Macht, im Verein mit sinkendem Interesse an Bibliotheksausweisen, 90.000 € Mindereinnahme.

Die Wunschliste der Bibliothek muss nun angepasst werden

Im Vorgriff auf das bitter benötigte Geld hat die Bibliothek eine Wunschliste angelegt. Die muss an die 321.000 € angepasst werden, ehe die Aufträge an die Buchhandlungen rausgehen, und die Rechnungen über die Stadtkasse abgearbeitet werden können.

Dass die Stadtbibliothek in diesem Jahr nicht gänzlich zum Sachwalter von Altpapier wurde, verdankt sie dem Projekt „Buchpate“ der Stiftung Bibliothek, das rund 20.000 € ins Haus spülte. Barbian: „Ich freue mich riesig über das hohe Engagement, das nach wie vor anhält.“

„Einsparungen im Bildungsbereich sind der falsche Weg“, stellt Frank Jakobs, der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft, kategorisch fest. „Bildung ist Investition in unsere Kinder. Das kann man gar nicht oft genug wiederholen. Wenn die Liebe zum Buch erst einmal geweckt ist, wird vieles hängen bleiben, weil es dann zur Selbstverständlichkeit wird, Wissen eben nicht nur aus dem PC zu ziehen.“

 
 

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