Duisburg

Ohne Vorwarnung wurden 16 Wohnungen in Duisburg-Hochfeld geräumt – aus diesem Grund

16 Wohnungen mussten aus brandschutztechnischen Gründen in Duisburg-Hochfeld ohne Vorwarnung geräumt werden. (Symbolfoto)
16 Wohnungen mussten aus brandschutztechnischen Gründen in Duisburg-Hochfeld ohne Vorwarnung geräumt werden. (Symbolfoto)
Foto: imago/photothek
  • Am Montag wurden 16 Wohnungen in Duisburg-Hochfeld ohne Vorwarnung geräumt
  • Der Grund für die Räumung sind Mängel am Brandschutz
  • Es ist unklar, ob die Bewohner noch vor Weihnachten in ihre Wohnungen zurück dürfen

Duisburg. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Gitschener Straße in Duisburg-Hochfeld standen am Montag ratlos da, als sie ohne jegliche Vorwarnung ihre Wohnungen räumen mussten.

„Auf einmal waren da Menschen vom Ordnungsamt, die mir gesagt haben, ich dürfte jetzt nicht mehr in die Wohnung rein. Das war natürlich ein Schock für mich“, erklärte eine Anwohnerin Hediye K. gegenüber dem WDR.

Zwei Etagen von einem Mehrfamilienhaus von der Räumung betroffen

Betroffen waren 16 Wohnungen in den obersten zwei Etagen des Hauses. Der Grund für die überraschende Räumung waren Mängel beim Brandschutz.

Das Haus verfügt nämlich über keine Feuertreppe. Ebenfalls ist die Einfahrt zum Hof nur 2,60 Meter hoch und somit zu niedrig für ein Feuerwehrfahrzeug.

Ein Anwohner erklärte, man dürfe zwar in die Wohnungen rein, um persönliche Sachen zu holen. In ihren Wohnung übernachten dürfen die Bewohner jedoch nicht.

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Die Anwohner wurden über die Räumung gar nicht informiert

Was die Anwohner aber am meisten ärgert, ist die Spontaneität der ganzen Aktion. „Traurig – man hat keine Nachricht gekriegt. Es war gar nichts im Briefkasten“, beschwerte sich Andreas K.

Die Anwohner sind ratlos über die plötzliche Entscheidung der Stadt Duisburg. Laut deren Aussagen bestünden die Mängel beim Brandschutz bereits seit 50 Jahren.

Fluchtgerüste sollen als provisorische Lösung am Gebäude aufgestellt werden

Die Hausgemeinschaft möchte als vorübergehende Lösung Fluchtgerüste an das Gebäude anbringen lassen. Die Stadt Duisburg hat bis jetzt keine konkreten Maßnahmen vorgeschlagen, um dem Problem entgegenzuwirken.

Für die betroffenen Anwohner wurden von der Stadt Duisburg Notunterkünfte eingerichtet. Es bleibt fraglich, ob die Bewohner noch vor Weihnachten in ihre Wohnungen zurück dürfen.

Die Stadt Duisburg will vorerst keine weiteren Gebäude der gleichen Bauweise überprüfen. (ses)

 
 

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