Duisburg will mit weltgrößter Sandburg ins Guinness-Buch

14 Meter hoch, mit einem Umfang von 20 Metern: So soll die Riesen-Sandburg aussehen, die auf dem Steinhallen-Platz modelliert wird und am 2. September fertig sein soll.
14 Meter hoch, mit einem Umfang von 20 Metern: So soll die Riesen-Sandburg aussehen, die auf dem Steinhallen-Platz modelliert wird und am 2. September fertig sein soll.
Foto: Schauinsland-Reisen
  • Das riesige Sandkunstwerk aus 2300 Tonnen Sand soll 14 Meter hoch werden
  • Schauinsland-Reisen will damit den Guinness-Rekord knacken
  • 18 Sandschnitzer arbeiten mit Maurerkelle, Skalpell und Strohhalm

Duisburg. Sandburgenbau im Riesenformat: Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen lässt von einer Truppe internationaler Sandschnitzer im Landschaftspark Nord die größte Sandskulptur der Welt bauen. Sie soll über 14 Meter hoch werden und damit den bisherigen Guinnessbuch-Rekord knacken. In drei Wochen soll der vergängliche Kunstwerk fertig sein.

Ab Dienstag werden die 2300 Tonnen Sand im Lkw-Pendelverkehr aus Bottrop angeliefert und auf dem Steinhallen-Platz im Landschaftspark aufgeschüttet. Bei exakt 13,97 Metern Höhe liegt die bisherige Weltrekord, den eine Mega-Sandburg in Miami hält. „Es reichen also drei Zentimeter“, meint Unternehmenssprecherin Simone Feier-Leist. Doch die Sandkünstler werden sicher ein paar Zentimeter über die 14-Meter-Marke drauflegen Am 2. September soll der Rekord-Richter von Guinness aus London kommen und das Bauwerk vermessen.

Feinarbeit mit Kelle und Strohhalm

Klar, für Schauinsland-Reisen ist die Aktion ein spektakuläres Marketing-Event, das Firmenchef Gerald Kassner gezielt am Standort Duisburg realisieren lässt. „Früher oder später kommt beim Sonnenbaden der Moment, wo wir alle — ob groß oder klein — zu einer Schippe und Förmchen greifen und damit beginnen etwas zu bauen“, weiß Andreas Rüttgers, Touristikleiter bei dem Duisburger Unternehmen, um den Werbeeffekt des Rekordversuchs.

Doch mit Sandburgen-Bauen auf Rügen oder an spanischen Stränden hat der Rekord-Bau herzlich wenig zu tun. Sandskulpturbau ist eine Kunst und Technik für sich: Gebaut wird zunächst von unten nach oben: Der Sand wird Schicht für Schicht in Holzverschalungen gefüllt, kräftig gewässert und dann mit Rüttlern extrem verdichtet.

Spezialisten aus Australien und Belgien

Erst dann rücken die insgesamt 18 „Sandcarver“ und acht Bauhelfer an, die Schauinslandreisen verpflichtet hat. Die Spezialisten aus Deutschland, Australien oder Belgien tragen dann von oben nach unten die Holzverschalungen ab, die der Riesen-Sandburg die grobe Form gegeben haben, ab und machen sich mit Maurerkelle, Spachtel und Putzglätter an die Feinarbeit.

Wichtigstes Werkzeug: ein Strohhalm, um Sandkörner wegzupusten. Eine Weltkugel, die Sphinx, griechische Tempel, Türme und Pagoden zieren die Urlaubsburg. Sandburgen sind nichts für die Ewigkeit: Bis zum 11. September bleibt das Kunstwerk stehen. Auch starke Regenfälle können dem kompakten, mit einem Eiweißfilm überzogenen Sandklotz in der Zeit nichts anhaben.

Live-Bilder auf der Homepage

Ab dem 16. August beginnt die Detailarbeit der „Sandschnitzer“, denen Neugierige über die Schulter schauen können. „Es lohnt sich, nicht nur einmal vorbeizuschauen“, rät Simone Feier-Leist. Ab Mittwoch, 10. August, ist auch die Homepage www.diesandburg.de freigeschaltet, die den Fortgang zeigt.

 
 

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