Duisburg

Kreisliga-Skandal: Jagdszenen und wilde Prügelei – jetzt spricht der Schläger

Jagdszenen beim Spiel TuS Asterlagen gegen SV Büderich.
Jagdszenen beim Spiel TuS Asterlagen gegen SV Büderich.
Foto: FUNKE Foto Service

Duisburg. Ein Kreisliga-Spiel zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV ist am Samstag in Duisburg in einer wilden Prügelei geendet, die nur von der Polizei beendet werden konnte.

Ab der zweiten Hälfte des Spiels in Duisburg haben sich nach Angaben des Portals fupa.net die Fußballer auf den Auswechselbänken Beleidigungen an den Kopf geworfen.

Kreisliga-Spiel in Duisburg endet mit Hetzjagd auf Schiedsrichter: Polizeieinsatz

Die Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns seien bei den Anhängern und Spielern des TuS Asterlagen nicht gut angekommen. Die Situation im Kreisliga-Spiel eskalierte.

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Doch das Spiel war von Beginn an brisant, da der Gastgeber Asterlagen einen 8-Tore-Vorsprung brauchte, um den Aufstieg schaffen zu können. Den Gästen wiederum war das ziemlich gleichgültig, sie waren bereits abgestiegen. Als es zu Beginn der zweiten Halbzeit gerade 3:0 stand, passierte es.

Innerhalb weniger Minuten eskalierte die Situation und der Streit von den Auswechselbänken landete auf dem Platz.

Zunächst Beleidigungen auf den Auswechselbänken, dann Prügelei

Nach mehreren gelben und roten Karten rasteten Spieler des TuS Asterlagen aus und schlugen und traten auf den Schiedsrichter und seine Assistenten ein. Innerhalb kürzester Zeit gingen die Spieler auch aufeinander los, selbst Zuschauer rannten auf den Platz und hetzten die Schiedsrichter.

Fünf Streifenwagen mit voller Besatzung waren nötig, um wieder Ruhe auf dem Platz einkehren zu lassen. Die Polizei ermittelt nun, unter anderem gegen einen Co-Trainer und zwei Spieler wegen des Verdacht der gefährlichen Körperverletzung.

Sportgericht verhandelt über Gewaltausbruch

Laut fupa.net wurde die Situation von einer roten Karte wegen Beleidigung ausgelöst. Die Vorfälle ereigneten sich in der 78. Minute beim Spielstand von 3:0. Die Partie wurde wenig später abgepfiffen.

Der Gewaltausbruch soll bereits an diesem Mittwoch vor dem Sportgericht des Fußballkreises in Moers verhandelt werden. Verbandsvertreter rechen mit „drastischen Strafen“ gegen beteiligte Spieler. Auch der Verein TuS Asterlagen werde nicht ohne Strafe davonkommen, sagte Peter Heinisch, Staffelleiter beim Fußballkreis Moers.

Auch der Kreis-Schiedsrichter-Obmann Jakob Klos zeigte sich erschüttert nach den Vorfällen: „Solch ein Ding habe ich noch nicht erlebt. Das war von allen Beteiligten hochgradig asoziales Verhalten.“

Wie der Tus-Trainer Tugay Yilmazer gegenüber der WAZ sagte, fordere er „lebenslänglich“ für „diejenigen, die das alles zu verantworten haben“. Das wären immerhin acht Jahre Spielverbot. für die betroffenen Fußballer.

Auch entschuldigte sich der Verein auf der Facebookseite für „das unkontrollierbare Fehlverhalten eines Spielers“. Inzwischen hat sich der Schläger gegenüber der „Bild“ geäußert: „Ich bereue, was ich gemacht habe“, sagt Kerim K. „Nach dem Spiel habe ich am Rhein gesessen und geweint.“ Er wolle sich persönlich beim Schiedsrichter entschuldigen. Am Mittwoch tagt dazu das Sportgericht. (mit dpa)

 
 

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