Duisburg war mit 23 Grad nachts wärmster Ort Deutschlands

Wirklich abgekühlt hat es sich auch in der Nacht nicht.
Wirklich abgekühlt hat es sich auch in der Nacht nicht.
Foto: dpa
Die Menschen in Duisburg haben eine der heißesten Nächte seit langem hinter sich: Mit 23 Grad war die Stadt in der Nacht zu Freitag der wärmste Ort Deutschlands. Ähnlich tropische Werte gab es auch an der deutschen Nordsee. In Bayern dagegen kühlte es sich auf 10 Grad ab.

Duisburg schwitzt - und zwar nicht nur tagsüber: Wer nach der Hitze am Donnerstag auf eine kühle Nacht gehofft hatte, wartete vergebens. Da half es auch nur wenig, Fenster, Terrassen- oder Balkontüren aufzureißen, um etwas Luft in die Wohnung zu lassen. Selbst in den späten Abendstunden zeigte das Thermometer noch immer mehr als 23 Grad. Laut Deutschem Wetterdienst war Duisburg damit der wärmste Ort Deutschlands.

Vor allem Westdeutschland habe eine wahre Tropennacht erlebt, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Solche Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, sind in Deutschland eigentlich eher selten.

Südseefeeling an der Nordsee

Ähnlich wie in Duisburg herrschte auch an der Nordsee Südseefeeling: Immerhin noch gut 20 Grad registrierte der DWD Freitagfrüh um vier Uhr auf Helgoland, Sylt und Norderney. Sehr viel frischer dagegen war es im Süden: Am Münchner Flughafen etwa rutschte die Temperatur in der Nacht auf 10,9 Grad. Über solche vergleichsweise kühlen Temperaturen hätte sich in der Nacht wohl auch so mancher Duisburger gefreut, der wegen Wärme und Schwüle nur schlecht geschlafen hat.

Viel kühler wird es aber wohl auch in den kommenden Nächten nicht. Immerhin haben Meteorologen für heute und für das Wochenende Temperaturen von über 30 Grad vorhergesagt. Im Südwesten Deutschlands könnte das Thermometer selbst im Schatten über 35 Grad zeigen. Nach dem heißen Juli kommt auf Deutschland bereits die nächste Sahara-Hitzewelle zu.