Duisburg

Duisburg: Verfolgungsjagd und Schüsse auf der A42 – Familien jagen sich mit Autos durch NRW

Die Polizei sucht Hinweise zu Autos nach einer Verfolgungsjagd mit Schüssen in Duisburg.
Die Polizei sucht Hinweise zu Autos nach einer Verfolgungsjagd mit Schüssen in Duisburg.
Foto: Polizei, imago images / Jonas Walzberg

Duisburg. Am frühen Morgen des 16. August hat es in Gladbeck und Duisburg eine wilde Verfolgungsjagd mit Schüssen zwischen Mitgliedern zweier Familien gegeben. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Duisburg soll ein 35-Jähriger in Gladbeck auf der Horster Straße gegen 4.30 Uhr auf einen 48-jährigen Mann in einem Auto geschossen haben.

Der mutmaßliche Schütze ergriff daraufhin die Flucht in einem weißen Bulli und wurde von dem 48-Jährigen in Richtung Duisburg gejagt. Der Verfolger soll dabei nach ersten Erkenntnissen bei der Verfolgung ebenfalls das Feuer auf den 35-Jährigen eröffnet haben.

Bei der Polizei ging gegen 4.53 Uhr ein Notruf ein: Ein Anrufer erzählte, dass auf ihn und seine Begleiter auf der A 42 im Bereich Duisburg geschossen worden sei. Er fuhr darauf von der A42 an der Ausfahrt Moers-Nord ab und verabredete sich mit der Polizei an einer Tankstelle.

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Als die Einsatzkräfte dort ankamen, trafen sie den Anrufer nicht mehr an. Sie fanden nur eine beschädigte Heckscheibe eines VW Bullis.

Zwölf Tage später vermelden Polizei und Staatsanwaltschaft einen Fahndungserfolg. Der 48-jährige mutmaßliche Verfolger konnte am vergangenen Mittwoch in Gladbeck festgenommen werden. Sein Wagen wurde sichergestellt. Ein Haftrichter erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Nach weiteren Ermittlungen konnte der 35-Jährige, der in Gladbeck geschossen haben soll, in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) durch eine SEK-Einheit aus Magdeburg festgenommen werden.

Gegen ihn hatte das Amtsgericht Duisburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft zuvor Haftbefehl unter anderem wegen versuchten Mordes erlassen.

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Polizei sucht Hinweise

Die Polizisten werteten die Notrufaufzeichnungen der Leitstelle und Videoaufzeichnungen der Tankstelle aus. Mehrere Wohnungen wurden durchsucht sowie Handys, Hülsen, Projektile und beide Autos sichergestellt.

Die durch die Schüsse beschädigten Wagen untersuchten die Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle akribisch. Die Polizei konnte zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen mit dem Vorfall nicht an die Öffentlichkeit gehen. Doch nun bittet sie die Bevölkerung um Unterstützung:

Wenn du die beiden Wagen in Gladbeck, auf der Autobahn 42 in Fahrtrichtung Moers oder in der Nähe der Tankstelle an der Rheinberger Straße in Moers gesehen hast, bittet dich die Polizei um Hinweise unter 0203 280-0. (jg)

 
 

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