Duisburg

Duisburgs beliebtestes Veganer-Restaurant „Krümelküche“ hat neue Besitzer – das ändert sich jetzt!

Nora Wiedtkamp-Reekers und Martin Reekers betreiben seit Juni die Krümelküche.
Nora Wiedtkamp-Reekers und Martin Reekers betreiben seit Juni die Krümelküche.
Foto: Marcel Storch
  • Krümelküche mit neuen Besitzern
  • Das ändert sich im beliebten Veganer-Treffpunkt
  • Veganer Leckereien und entspanntes Ambiente

Duisburg. Die Krümelküche, Duisburgs beliebtester Veganer-Treffpunkt, stand Anfang des Jahres vor einer ungewissen Zukunft. Die langjährigen Besitzer Sarah und Dennis Strillinger hatten ihren Abschied angekündigt und die Krümelküche über Ebay zum Verkauf angeboten.

Und Martin Reekers (25) und Nora Weidtkamp-Reekers (24) haben zugeschlagen!

Krümelküche in Duisburg: Nora und Martin sind die neuen Betreiber

„Wir kannten die Krümelküche als Gast - und hatten den Traum von etwas Eigenem“, erzählt Martin Reekers. Was anfangs noch halbwegs scherzhaft gemeint war, entwickelte sich schnell zu einem handfesten Plan.

Am 1. Juni haben Nora und Martin die Krümelküche übernommen.

Dafür lassen die beiden Duisburger nun sogar ihr Studium ruhen. Martin studierte Soziologie, Nora Nachhaltiges Design. Der Abschluss muss warten, jetzt wollen die beiden Quereinsteiger in der Gastronomie-Branche durchstarten.

Nora hat früher gekellnert, das war es dann aber auch mit der Gastro-Erfahrung: „In der Praxis lernt man am schnellsten“, sind sich die beiden einig.

Unterstützung von Vorbesitzern

Unterstützung bekommen sie dabei von ihrer Familie und den beiden vorherigen Besitzern Sarah und Dennis, die nach mehr als drei Jahren aus der Selbstständigkeit raus wollten.

„Sie haben uns als Mentoren viel erklärt und gezeigt“, berichten sie. In den letzten Monaten wurden die beiden schon eingearbeitet und können auf bewährtes Personal zählen.

Vorbesitzerin Sarah ist auch in Zukunft als Konditorin in der Krümelküche tätig.

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So waren die ersten Wochen

Die ersten Wochen waren anstrengend, aber das junge Paar ist voller Tatendrang. „Wieso hat uns keiner gesagt, dass es anstrengend ist, Gastronom zu sein?“, ist Martins Running-Gag. Sie seien ja gewarnt worden, lacht er.

Nur eine Sache trübt ihre Freude über den positiven Beginn ein wenig: Durch eine Telefon-Anruf-Masche sollen sie einen Vertrag abgeschlossen haben, um im Branchenverzeichnis ranking-bank.de zu stehen. Plötzlich flatterte eine Rechnung von 900 Euro vom „Verlag für virtuelle Dienste“ ins Haus - für etwas, was sie so nie abgeschlossen haben.

„Wir sind sonst immer nur von netten Leuten umgeben, aber diese Vorgehensweise ist einfach dreist, frech und ignorant.“ Sie haben Anzeige erstattet und wollen sich die Abzocke nicht gefallen lassen - und sich erst recht nicht davon entmutigen lassen.

Und was hat sich mit dem Besitzer-Wechsel geändert?

Eigentlich nicht viel. Den Charme, die besondere Atmosphäre und das vegane Lebensgefühl wollen die beiden erhalten. „Wir sind uns sehr ähnlich mit Sarah und Dennis, haben eine ähnliche Dynamik,“ sagen die beiden.

„Es ist wirklich toll, weil man weiß, wo man hin will. Es erfüllt uns total, die vegane Kultur zu vertreten“, erzählt Nora. Sie ist schon seit Jahren Veganerin, Martin ist seit einigen Monaten nachgezogen.

Ein paar neue Stühle, neue Toilettentüren und ein paar Kindheitserinnerungen haben die beiden mitgebracht. Noras Mini-Herd, mit dem sie schon als Kind spielte, und Martins Gitarren und eine Sega-Konsole (ja, hier kannst du Sonic zocken) warten auf die Gäste.

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Traditionell ist in der Krümelküche davon alles vertreten: von Schülern des nahegelegenen Mercator-Gymnasiums bis zu älteren Damen, die hier ihr Strick-Café abhalten. „Wir haben alles - nur keine Laufkundschaft“, erzählen sie.

Torten, Hut-Konzerte und „Die drei Fragezeichen“

Wechselnde Wochenkarten bieten vegane Leckereien - von Spinat Quiche über Flammkuchen bis zu leckeren Kuchen und Torten gibt es kulinarisch keine Langeweile.

Auch darüber hinaus ist einiges geboten: Song-Slams, Hut-Konzerte von Liedermachern, Angebote von Duisburger Kleinkünstlern und Drei-Fragezeichen-Hörspielabende sorgen für reichlich Abwechselung. Dazu kommen einmal im Monat Brunch- und „All you can eat“-Abende.

Auch das Thema Umwelt spielt für die beiden eine große Rolle. Deshalb setzen sie auf veganen Strom von Greenpeace und geben überfälliges Essen an Foodsharing-Initiatven!

 
 

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