Vater schlug sein Baby in Mülheim mit der Faust zu Tode: So lang muss er jetzt ins Gefängnis

Nicolae P. (23) beim Prozessauftakt am Landgericht Duisburg.
Nicolae P. (23) beim Prozessauftakt am Landgericht Duisburg.
Foto: Marcel Storch / DER WESTEN

Duisburg / Mülheim. Im Prozess um das getötete Baby aus Mülheim ist am Landgericht Duisburg am Mittwoch nach nur neun Tagen das Urteil gefalllen: Nicolae P. (23) aus Mülheim muss wegen Totschlags neun Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

Duisburg: Urteil im Prozess um getötetes Baby gefallen

Die Richter in Duisburg sind davon ausgegangen, dass der Angeklagte voll schuldfähig war. Dazu wurde ein psychiatrischer Sachverständiger angehört. Demnach folgen die Richter dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft, die ebenfalls neun Jahre und neun Monate gefordert hatten.

Der Verteidiger hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge mit maximal fünf Jahren plädiert.

Landgericht Duisburg: Geständnis des Angeklagten wurde zu dessen Gunsten berücksichtigt

Wie das Gericht am Mittwoch mitteilt, haben die Richter „bei der Strafe insbesondere das Geständnis des Angeklagten zu dessen Gunsten berücksichtigt.“ Auch sei berücksichtigt worden, dass der Angeklagte mit der Situation überfordert war und sich um die Rettung des Kindes bemüht hatte.

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Vater hatte den Säugling in der Nacht des 29. April 2018 geschlagen - das Baby starb an den Verletzungen

Der Vater habe das damals acht Monate alte Baby in der Nacht des 29. April 2018 nicht beruhigen können. Er warf seine Tochter auf ihr Bett. Dann habe er zwei bis dreimal mit erheblicher Kraft mit der Faust gegen den Hinterkopf des Säuglings geschlagen. Dabei habe er den Tod des Kindes billigend in Kauf genommen, urteilte das Gericht.

Durch den Schlag kam es zu schweren Kopfverletzungen, an denen das Kind einen Tag später im Essener Klinikum starb. Der Vater brachte das Kind noch in ein Mülheimer Krankenhaus. Notfallmäßig wurde es dann nach Essen verlegt. Doch dort erlag das Baby seinen Verletzungen. (js)

 
 

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