Duisburg

Duisburg: Tödlicher Messerangriff im Kant-Park – Obduktion bringt neue Details zum Tod von Osman O. ans Licht

Duisburg: Im Kant-Park kam es zu tödlichen Messerstichen.
Duisburg: Im Kant-Park kam es zu tödlichen Messerstichen.
Foto: Imago images

Duisburg. Es war „nur“ ein Stich. Doch der endete für Osman O. (23) tödlich.

Nach dem fatalen Messerangriff innerhalb einer Gruppe im Kant-Park in Duisburg vor einer Woche hat die Staatsanwaltschaft jetzt neue Details bekannt gegeben.

Duisburg: Ein Messerstich endete tödlich

Die Obduktion des Leichnams Anfang der Woche zeigt: der Täter hat nur einmal zugestochen. Doch der Messerstich traf Osman O. mitten ins Herz und war tödlich.

Die Ermittler gehen von einem persönlichen, spontanen Streit wegen Nichtigkeiten zwischen dem mutmaßlichem Täter und seinem Opfer aus.

Martin Mende, Staatsanwalt in Duisburg, sagte gegenüber DER WESTEN: „Nach derzeitigem Erkenntnisstand war es eine persönliche Auseinandersetzung.“ Die Ermittler hatten diese Woche geprüft, ob mehrere Täter an den tödlichen Messerstichen im Kant-Park beteiligt waren. Doch die Zeugenvernehmungen brachten dafür keine Hinweise. „Wir gehen von einem Alleintäter aus“, so Staatsanwalt Mende.

Zunächst hatte die Polizei nach dem Gerangel unter 15 Personen drei Personen festgenommen. Gegen einen 30 Jahre alten Mann hat die Staatsanwaltschaft am Samstag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Er sitzt in U-Haft. Am vergangenen Samstag war durch Leichenspürhunde ein Messer in einem Gebüsch im Kantpark entdeckt worden. „Das vermeintliche Tatwerkzeug wird nun auf DNA-Spuren begutachtet“, erklärt Staatsanwalt Mende.

Der Kant-Park machte in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen als Treffpunkt für Trinker und Junkies. Mithilfe eines umfangreichen Umbaus im Frühjahr (Kosten: 2,3 Millionen Euro) sollte der Park attraktiver für Familien und Kinder werden. Bäume wurden gefällt, ein Spielplatz gebaut.

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„Der Park erfüllt den Wunsch vieler Bürger nach mehr Licht, Orientierung und Sicherheit“, sagte OB Sören Link bei der Eröffnung. Doch Duisburger sehen wenig Besserung. Auch aus der Opposition kommt Kritik.

Videoüberwachung im Duisburger Kant-Park?

„Neben verstärkten Kontrollen ist hier vielleicht auch Videoüberwachung ein probates Mittel, um präventiv gegen Kriminalität vorzugehen und den Erholung suchenden Bürgerinnen und Bürgern im Kant-Park mehr Sicherheit zu geben“, regt CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Rainer Enzweiler nach dem tödlichen Messer-Angriff an.

An dem Ort, wo Osman O. sein Leben ließ, haben Freunde und Verwandte Blumen und Bilder niedergelegt - in Gedenken an ihn.

 
 

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