Duisburg

Duisburg: Tote und Verletzte nach Brand in Krankenhaus – Ermittler haben nach DNA-Spur eindeutigen Verdacht

Ein Toter und mehrere Verletzte nach Brand im Patientenzimmer eines Krankenhauses in Duisburg.
Ein Toter und mehrere Verletzte nach Brand im Patientenzimmer eines Krankenhauses in Duisburg.
Foto: Rene Anhuth/ ANC-NEWS

Duisburg. Nach einem Brand in einem Patientenzimmmer im Johanniter-Krankenhaus in Duisburg am 16. März ist eine Person verstorben. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Gegen 6.26 Uhr rückte die Feuerwehr zu dem Brand in dem Krankenhaus in Rheinhausen aus. Im ersten Obergeschoss brannte es in einem Patientenzimmer. Der Rauch verbreitete sich über die ganze Station, berichtet die Feuerwehr.

Duisburg: Eine Patientin verstirbt bei Brand in Krankenhaus

Im weiteren Verlauf trafen die Einsatzkräfte auf 22 Patienten. Eine 56-jährige Patientin, in derem Zimmer das Feuer ausbrach, überlebte nicht. Eine weitere Person wird momentan auf der Intensivstation versorgt. Fünf Patienten erlitten leichte Rauchvergiftungen. Weitere 12 Menschen konnten ohne Schäden gerettet werden.

Außerdem erlitten vier Polizisten leichte Rauchvergiftungen. Sie hatten dabei geholfen, die Patienten aus der Station zu führen. Anschließend konnten die Beamten ihren Dienst wieder aufnehmen. Die Patienten aus der Station wurden umgehend in sichere Bereiche gebracht.

Die Einsatzkräfte kämpften parallel gegen den Brand in dem Patientenzimmer und beseitigten die Verrauchung auf der Station mit Hochleistungslüftern.

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Feuerwehr mit 80 Kräften im Einsatz

Die Feuerwehr bildete drei Einsatzabschnitte, wobei einer dazu diente, die betroffenen Patienten zu sichten und anschließend entsprechend zu behandeln. Gegen 10 Uhr war der Einsatz aus Sicht der Feuerwehr abgeschlossen. „Zwei Stationen mussten mit Lüftern von Rauch befreit werden“, erklärt die Feuerwehr. Der Betrieb musste zwischenzeitig eingestellt werden.

Im Einsatz befanden sich drei Einheiten der Berufsfeuerwehr, ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr, drei Rettungswagen, drei Notarztfahrzeuge, Fernmelder und diverse Sonderfahrzeuge. Insgesamt war die Feuerwehr mit ungefähr 80 Einsatzkräfte vor Ort.

Brandermittler haben eindeutigen Verdacht

Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, die einen Brandsachverständiger beauftragt hat. Er soll weitere Erkenntnisse liefern, wie es zum Ausbruch des Feuers kommen konnte.

Bis jetzt ist nur bekannt, dass das Feuer im Zimmer der verstorbenen 56-jährigen Duisburgerin ausbrach. Die Frau war allein in ihrem Zimmer stationiert. Mittlerweile haben die Ermittler einen Verdacht, wie es zu dem Brand kommen konnte. So konnten an einem Feuerzeug am Tatort DNA-Spuren der Verstorbenen sicherstellen.

Deshalb gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass die 56-Jährige das Feuer selbst gelegt hat.

>>Anmerkung der Redaktion<<

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. (mb)

 
 

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