Duisburg

Duisburg: Thyssenkrupp-Werk droht Schließung – hunderte Jobs in Gefahr

Schon im Dezember 2019 bangten Mitarbeiter von Thyssenkrupp in Duisburg um ihre Jobs. (Archiv)
Schon im Dezember 2019 bangten Mitarbeiter von Thyssenkrupp in Duisburg um ihre Jobs. (Archiv)
Foto: Stefan Arend / FUNKE Foto Services

Duisburg. Hiobsbotschaft für hunderte Beschäftigte von Thyssenkrupp in Duisburg!

Der Industriekonzern plant offenbar, das Grobblechwerk in Duisburg-Hüttenheim bis Ende Juni 2020 zu verkaufen. Wie der WDR berichtet, droht dem Werk sogar eine Schließung, sollte kein Käufer gefunden werden.

Der angeschlagene Konzern Thyssenkrupp hat am Abend erste Sparpläne vorgestellt. In Folge dessen wurde Vertretern der IG Metall und Betriebsräten mitgeteilt, wie sich das Unternehmen die Zukunft des Werkes in Duisburg vorstellt.

Thyssenkrupp will Werk verkaufen – Beschäftigte legen Arbeit nieder

Die Beschäftigten reagierten sofort: 300 Mitarbeiter legten spontan an dem Standort ihre Arbeit nieder.

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„Wir sind schockiert, fassungslos. Vor allem auch, weil wir in den letzten zehn Monaten super gute Kennzahlen erreicht haben. Das ist eine Riesenohrfeige und Enttäuschung für uns“, zitiert der WDR den Betriebsratsvorsitzenden Mehmet Göktas.

Ganz aus heiterem Himmel dürfte die Entscheidung von Thyssenkrupp die Mitarbeiter am Standort allerdings nicht treffen. Thyssenkrupp steckt seit Langem in der Krise, schreibt rote Zahlen und die Beschäftigten bangen um ihre Jobs.

Thyssenkrupp in der Krise – Versprechungen an Beschäftigte

Die Stahlsparte mit ihren rund 27.000 Mitarbeitern steht unter Druck, weil die geplante Stahlfusion mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkonzerns Tata von der EU untersagt worden war.

Konzernvorstand Oliver Burkhard teilte dem WDR am Donnerstagabend mit: „Wenn wir Spitzenklasse wieder erreichen wollen, müssen alle ihren Beitrag leisten. Wir werden niemandem etwas wegnehmen aber z.B. mehr Flexibilität müssen wir auch von unseren Beschäftigten verlangen können. Weiter so ist keine Option.“

Den Beschäftigten in Duisburg verspricht er: „Wir werden den Mitarbeitenden in jedem Fall einen Arbeitsplatz an anderer Stelle im Stahl anbieten."

 
 

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