Duisburg

Duisburg: Taxi-Konkurrenz im Ruhrgebiet – Uber startet seinen Dienst

Duisburg: Taxi-Konkurrenz im Ruhrgebiet – Uber startet seinen Dienst. (Symbolbild)
Duisburg: Taxi-Konkurrenz im Ruhrgebiet – Uber startet seinen Dienst. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Duisburg. Jetzt wird es ernst für Taxi-Unternehmen im Ruhrgebiet: Die Mietwagen-Vermittlung Uber hat ihren Dienst in Duisburg, Mülheim, Oberhausen und Moers gestartet. Und wird damit zum direkten Konkurrenten für Taxi-Firmen.

Seit Mittwoch sehen User in Duisburg und den anderen Städten, die sich über die App ein Uber bestellen wollen, nicht mehr die Ansage: „Der Dienst ist in deinem Gebiet leider noch nicht verfügbar“, so wie es die letzten Jahre der Fall war. Stattdessen wird dort nun die Preistabelle angezeigt, sowie der gewünschte Abholort und die -zeit angefragt.

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Für Uber ist das ein wichtiger Schritt, wollte das Unternehmen sich bereits 2017 im Ruhrgebiet ansiedeln. Doch der starke Protest der Taxi-Unternehmen verhinderten dies. Uber begnügte sich zunächst mit dem NRW-Start in Düsseldorf und Köln.

Uber-Chef Christoph Weigler zeigt sich begeistert über die Entwicklung. Er sagt: „Im vergangenen Jahr haben rund 100.000 User eine Anfrage aus Duisburg an Uber gestellt. Das zeigt uns, dass die Nachfrage enorm ist.“

Großes Potential im Ruhrgebiet

Sowieso sieht Weigler großes Potential im Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet sei mit den fünf Millionen Einwohnern und den unzähligen Staus eine spannende Gegend für den Mietwagen-Vermittler.

Doch mit dem Neustart in Duisburg und Mülheim und anderen Ruhrgebietsstädten kommt direkt wieder Protest auf. Taxi-Unternehmen sehen Uber nach wie vor als Konkurrenz an und bemängeln vor allem die extrem niedrigen Preise, auf die die Unternehmen selbst nicht reagieren können.

Was Taxen als Gebühr nehmen können, legt nämlich die Stadt in der das Taxi gemeldet ist, fest. Uber hingegen kann seine Preise anpassen und legt bereits vor der Fahrt einen Festpreis fest.

Taxi-Unternehmen haben Vorteile gegenüber Uber

Dafür haben viele Taxi-Unternehmen aber andere Vorteile. Sie dürfen zum Beispiel an Hot-Spots der Stadt stehen und während der Fahrt Kunden auflesen. Uber-Fahrer dürfen das nicht, sie müssen theoretisch nach jeder Fahrt in die Zentrale zurück.

Allerdings möchte Uber-Chef nicht als Konkurrent auftreten. Im Gegenteil, er beteuert, dass mit Uber-Taxi die ansässigen Unternehmen gestärkt werden.

„Mit UberTaxi können die Nutzer ein klassisches Taxi bestellen. Die Abrechnung erfolgt zum regulären Taxitarif. Uber erweitert damit auch die bewährte Kooperation mit lokalen Taxiunternehmen und vermittelt diesen die zusätzliche Nachfrage der internationalen Uber-Community auch in der Duisburger Region. Deutschlandweit nutzen bereits mehr als 1000 Taxis die App“, heißt es.

Taxi-Verband warnt vor weiterer Preis-Erhöhung

Trotzdem ist die Ablehnung groß bei den Taxi-Unternehmen. Der Taxi-Verband Deutschland fordert allerdings die Städte dazu auf, die Gebühren nicht noch mehr anzuheben, um so auf die Konkurrenz zu reagieren. Denn bei höheren Taxi-Preisen würden vermutlich noch mehr Menschen auf ein Uber zurückgreifen als auf das klassische Taxi. (fb)

 
 

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