Duisburg steckt 32.000 Euro in Kulturprojekte

Anne Horstmeier
Das Theater Kreuz & Quer wurde für das Stück „Der Weihnachtstannenmantelbaum“ gefördert.
Das Theater Kreuz & Quer wurde für das Stück „Der Weihnachtstannenmantelbaum“ gefördert.
Foto: NRZ

Duisburg. Fast wäre 2011 eine Nullrunde geworden. Wollte der Kämmerer doch die 64.000 Euro, über deren Vergabe der Kulturbeirat entscheidet, komplett streichen. Schließlich gab’s doch noch die Hälfte. Mit diesen bescheidenen 32.000 Euro konnten 29 kleine Kulturprojekte angeschoben werden – mit Summen zwischen 200 und 2500 Euro, wie Ute Saalmann, Leiterin der Kulturbetriebe, gestern berichtete.

38 Anträge hatte es insgesamt gegeben, davon wurden einige zurückgegeben in die Bezirke oder fielen aus anderen Gründen nicht in den Förderrahmen: Die Projekte sollen für ganz Duisburg von Bedeutung sein und möglichst neue Ideen aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik, Tanz, Literatur und – besonders gefragt – Spartenübergreifendes fördern.

Viele Projekte gefördert

Darunter waren zum Beispiel die Ausstellung „Stationen“ mit Werken des Duisburger Künstlers Gerhard Losemann in der Cubus-Kunsthalle, das Konzert „Klagemauer“, das die Freie Kantorei im November im Landschaftspark Nord gegeben hat, oder der Aufbau der Website „KunstDU“, die Duisburger Künstlern eine Plattform bietet.

Gefördert wurden auch der erste Kunst- und Kulturmarkt beim Hafenfest in Ruhrort, Roland Graeters „Musikmarathon“ im Baba Su, oder das Tanz- und Kunstprojekt „drumming, dancing, drawing“ im Atelierhaus Hafenkult, bei dem die Tänzerin Bettina Rutsch zur Musik von Schlagzeuger Simon Camatta tanzte und dabei von Ilse Straeter blitzschnell gezeichnet wurde.

„Das darf nicht aufhören"

Das Theater „Kreuz & Quer“ konnte sich über eine Förderung des Stücks „Der Weihnachtstannenmantelbaum“ freuen, und der Künstler Martin Schmitz für sein Projekt „Hummeln und Himmel am Rheinorange“: Er hat die Rückseite von drei Schifffahrtszeichen in Gelb und Schwarz besprüht (Hummeln) und eine Rückseite in einem Blau, das das Blau des Berliner Himmels sein soll. Materialkosten: 200 Euro.

„Das darf nicht aufhören, es würden wunderbare Sachen fehlen“, sagt Udo Vohl, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und seit 1999 Mitglied des Kulturbeirats, über diese kleinteilige Förderung, die aber den Künstlern oft weitere Türen bei Sponsoren öffnet, wie Beiratsmitglied und Künstlerin Stacy Blatt bestätigt.