Duisburg

20-Euro-Knöllchen obwohl sie auf einem regulären Parkplatz stand: Duisburgerin macht Stadt und Ordnungsamt Vorwürfe

Das Ordnungsamt hat in diesem Fall nach der Ansicht einer Duisburgerin besonders streng entschieden. Sie stand nur wenige Zentimeter auf dem Radweg und musste trotzdem ein Bußgeld zahlen. Missverständnis oder gängige Praxis?
Das Ordnungsamt hat in diesem Fall nach der Ansicht einer Duisburgerin besonders streng entschieden. Sie stand nur wenige Zentimeter auf dem Radweg und musste trotzdem ein Bußgeld zahlen. Missverständnis oder gängige Praxis?
Foto: Screenshot Facebook-Post
  • Duisburger Autofahrerin muss Verwarngeld zahlen
  • Dabei parkte sie auf einem regulären Parkplatz
  • Das sagt das Ordnungsamt Duisburg zum Fall

Duisburg. Eigentlich hat Sandra M. alles richtig gemacht - dachte sie. Sie hatte ihren Wagen auf einem ausgeschriebenen Parkplatz in Duisburg abgestellt. Als sie zu ihrem Auto zurückkam, entdeckte sie ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer. 20 Euro soll sie jetzt bezahlen. Den Grund kann sie zunächst nicht verstehen.

Ihr Vorwurf: Das Ordnungsamt sorge weniger für Ordnung, sondern zocke gnadenlos ab und sei eine „Geld-Maschine“, das schreibt sie in einem wütenden Facebook-Post.

Duisburgerin parkt nur wenige Zentimeter auf dem Radweg

Die Stadt Duisburg sagt: Die Duisburgerin parkte tatsächlich auf einem regulären Parkplatz, doch sie blockierte den Radweg.

Der Vorwurf an Sandra M. „Sie parkten auf einem unbeschilderten Radweg. Konkretisierung: Einhüftig“ - so steht es auf dem Knöllchen.

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Vorwürfe und Diskussionen im sozialen Netzwerk

Wenn man sich das Foto ansieht wird deutlich, dass der Wagen wirklich auf dem Radweg steht - aber nur wenige Zentimeter ragen Vorder- und Hinterreifen über die Grenze des Parkplatzes.

Sandra M. kommentierte das mit den Worten: „Das war deren Ernst.“

Stadt: „Grundsätzlich ist das Parken auf Radwegen verboten“

Aber: „Grundsätzlich ist das Parken auf Radwegen verboten. Hierbei spielt es keine Rolle, in welchem Umfang der parkende Wagen den Radweg blockiert. Im vorliegenden Fall steht der Wagen unzweifelhaft mit zwei Rädern auf dem Radweg. Insofern ist die Verwarnung berechtigt“, das sagen Stadt und Ordnungsamt auf Nachfrage von DER WESTEN.

Diskussionen auf Facebook: „Die sollen mal dahin schauen, wo es wirklich notwendig ist“

Nutzer, die den Post von Sandra M. gelesen haben, können die offenbar besonders strenge Entscheidung der Stadt nicht ganz nachvollziehen, den Ärger von Sandra M. dafür umso mehr.

„Abzocke“, kommentiert Rita T. und: „Die sollen mal dahin schauen, wo es wirklich notwendig ist“, findet Kommentatorin Ina M. (mj)

 
 

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