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Duisburg: Prozess um getötetes Baby offenbart Beziehungshorror – Angeklagter soll Ex-Freundin (18) geschlagen und eingesperrt haben

Nicolae P. soll die 8 Monate alte Jasmina getötet haben.
Nicolae P. soll die 8 Monate alte Jasmina getötet haben.
Foto: Marcel Storch/DER WESTEN

Duisburg. Wie ist die kleine Jasmina zu Tode gekommen?

Diese Frage versucht das Landgericht in Duisburg seit Montag zu klären. Auch die Mutter der im vergangenen April mit acht Monaten gestorbenen Jasmina, Esmeralda V. (18), stellt sich diese quälende Frage: „Ich möchte die Wahrheit erfahren, warum er das gemacht hat!“

Duisburg: Prozess um getötetes Baby bringt traurige Details ans Licht

„Er“ ist der Angeklagte Nicolae P. (23) Der Mann sagte zu Prozessbeginn am Montag nicht zur Sache aus. Seine Ex-Freundin, die Mutter des getöteten Babys, überraschte in ihrer Aussage.

Während er für ein Jahr im Gefängnis saß, habe sie eine andere Beziehung gehabt. Die kleine Jasmina sei wahrscheinlich nicht das Kind des Angeklagten. „Ich glaube nicht“, erklärte sie auf Nachfrage der Richterin.

Das habe immer wieder für Streit zwischen den beiden gesorgt.

+++ Prozess um getötetes Baby in Duisburg: Mutter (18) überrascht vor Gericht mit diesem Geständnis +++

Die als Zeugin geladene Mutter erzählte von einem Vorfall einige Tage bevor die kleine Jasmina starb. Sie sei einkaufen gewesen und er habe auf das Kind aufgepasst. Als sie zurückkam, verbot er ihr, er die Kleine zu sehen. Später entdeckte sie blaue Flecken an ihrem Ohr.

Zunächst sei es dem Kind noch gut gegangen, doch einige Tage später habe es sich dramatisch verschlechtert. Der Angeklagte soll seine Freundin eingesperrt, ging mit dem Kind ins Krankenhaus. Am 30. April starb das Kind im Essener Uni-Klinikum.

„Es war so, als ob es mich nicht mehr geben würde auf dieser Welt“, sagte die Mutter über ihre Gefühlswelt nach der Todesnachricht ihrer Tochter.

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Aussage bei Familientreffen

Wenig später, berichtet sie, hätte es ein Treffen mit ihrer Familie gegeben. Dabei soll der Angeklagte gesagt haben: „Du wirst nicht ins Gefängnis gehen, ich werde ins Gefängnis gehen.“

Hat der Angeklagte, der bislang die Tat bestritt, hier seine Schuld eingestanden? „Ich habe sie umgebracht, euch soll es nicht stören. Ich gehe ins Gefängnis, nicht ihr“, zitiert die Ex-Freundin den Angeklagten.

Der Staatsanwalt bohrte daraufhin weiter nach. Will wissen, ob er Reue in seiner Aussage zeigte. Doch die Zeugin verneint. Es war wohl eher Trotz.

Packt der Angeklagte am Freitag aus?

Am Freitag will der Angeklagte eine Erklärung abgeben. Er hatte die Tat bislang bestritten. „Ich wollte das nicht tun, sie ist mir aus der Hand gefallen“, soll er laut seiner damaligen Freundin gesagt haben. Und ihr gedroht haben, sie zu töten, wenn sie bei der Polizei auspacken würde.

Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Er saß bereits in Rumänien wegen Überfällen in Haft. Er soll seine damalige Freundin, die er über Facebook kennengelernt hatte,mit Fäusten geschlagen und getreten haben. Auch seine beiden Kinder soll er geschlagen haben. „Er spielte immer härter mit ihnen. Hat sie hoch geworfen, einmal sogar fallen gelassen“, erzählt die 18-jährige Mutter beim Prozessbeginn. Sie hatte sich anschließend ans Jugendamt gewandt. (ms)

 
 

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