Duisburg

Duisburg: Porsche kracht in Mercedes – als die Polizei auf die Rückbank schaut, ist sie sprachlos

Die Polizei konnte kaum glauben, was sie nach einem Unfall sah. (Symbolbild)
Die Polizei konnte kaum glauben, was sie nach einem Unfall sah. (Symbolbild)
Foto: imago images/Manngold

Duisburg. In Duisburg Alt-Hamborn hat es am Montagmorgen gekracht: Gegen 8.50 Uhr rammte dort ein grauer Porsche Cayenne einen schwarzen E-Klasse Mercedes.

Auf der Rückbank des Mercedes: zwei Kinder, 6 und 9 Jahre alt.

Duisburg: Porschefahrer übersieht Mercedes - es kommt zum Crash

Der Wagen war auf der Duisburger Straße in Richtung Meiderich unterwegs, als der Mercedes-Fahrer (34) einem Müllwagen ausweichen musste, der auf der rechten Spur stand. Der 34-Jährige überholte das Müllauto und fuhr dazu auf die linke (Gegenverkehr-) Spur.

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Gleichzeitig bog der Fahrer (30) des Porsche aus einer Grundstücksausfahrt auch auf die linke Fahrspur Duisburger Straße. Er übersah den Mercedes und krachte mit ihm zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Mercedes auf die andere Straßenseite.

Kinder auf der Rückbank erstaunen die Polizei

Zum Glück wurden die beiden Kinder auf der Rückbank des Mercedes nur leicht verletzt. Umso erstaunlicher, als keins der Kinder angeschnallt war! Auch Kindersitze suchten Beamte der Duisburger Polizei im Mercedes vergebens.

Die Kinder kamen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus, da sie nach dem Unfall Kopfschmerzen hatten. Der Mercedes-Fahrer muss jetzt mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen, weil er die Kinder überhaupt nicht gesichert hatte.

Porschefahrer hatte keinen Führerschein

Aber auch der Porschefahrer hat nun Ärger am Hals: Er hatte nämlich gar keinen Führerschein, wie die Polizei feststellte. Jetzt muss sich der 30-Jährige deswegen vor Gericht verantworten.

Appell der Polizei

Die Duisburger Polizei appelliert dringend: „Unabhängig von der Länge der Fahrtstrecke sind Kinder vor Fahrtantritt durch einen Kindersitz bzw. Sicherheitsgurt zur schützen. Als schwächste Verkehrsteilnehmer sind Kinder auf die Verantwortung ihrer Eltern bzw. der Erwachsenen angewiesen, denn sie selber haben noch kein Gefahrenbewusstsein. Erwachsene setzen mit solch verantwortungslosem Verhalten das Leben ihrer Kinder aufs Spiel.“

Die Beamten erklären auch, warum es so gefährlich ist, auf den Gurt zu verzichten:

„Autofahrer müssen wissen: Ein Aufprall mit nur 50 km/h entspricht einem Sturz aus dem vierten Stockwerk eines Hauses. Ohne Kindersitz kann ein Aufprall bereits bei 15 km/h für ein Kind tödlich sein. Nicht angeschnallte Kinder werden bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h wie lebende Geschosse von der Rückbank gegen das Armaturenbrett oder gegen die Windschutzscheibe geschleudert. Die Duisburger Polizei wird Verstöße gegen die Sicherungspflichten deshalb weiter konsequent ahnden.“

 
 

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