Duisburg

Duisburg: Polizei will 18-Jährigen festnehmen – und wird von 30 Angehörigen umzingelt!

Bei einer Festnahme in Duisburg wurde die Polizei plötzlich umzingelt. (Symbolbild)
Bei einer Festnahme in Duisburg wurde die Polizei plötzlich umzingelt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Duisburg. Großeinsatz der Polizei Duisburg am Sonntagnachmittag nach einer Streifenkontrolle am Pollmankreuz.

Nachdem Beamte einen jungen Mann (18) erkannten, der per Haftbefehl gesucht wurde, begann die Verfolgungsjagd. Der 18-Jährige versuchte in ein Haus an der Kaiser-Friedrich-Straße in Duisburg zu flüchten. Dort stellten ihn die Polizisten, stießen aber auf massiven Widerstand.

18-Jähriger flüchtet vor Polizei Duisburg – Angehörige umzingeln Beamte

Um den Angriff abzuwehren, setzten die Beamten nach eigenen Angaben Pfefferspray ein und riefen Verstärkung. Die war auch nötig, weil die Einsatzkräfte innerhalb kurzer Zeit von rund 30 Angehörigen umzingelt waren.

Laut Polizei schrien, filmten und versuchten sie, die Festnahme des 18-Jährigen zu verhindern. Mithilfe der zusätzlichen Einsatzkräfte gelang es, die Meute in Richtung Pollmankreuz abzudrängen. Vor allem die Schwester (17) des Festgenommenen machte jedoch immer weiter Ärger.

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17-Jährige schlägt Polizisten

Die 17-jährige Schwester versuchte immer wieder, zu ihrem Bruder zu gelangen. Selbst nach einem Platzverweis kehrte sie zurück, schlug und trat nach den Uniformierten. Daraufhin wurde auch sie vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Für ihren Bruder ging es derweil auf die Wache. Die Beamten mussten sich mehrfach als „Hurensöhne“ beschimpfen lassen und wurden darauf hingewiesen, dass der 18-Jährige sie umbringen werde.

Auf der Wache wurde er zunächst vom Rettungsdienst wegen gereizter Augen und einer Nasenverletzung behandelt, die er sich bei der Festnahme zugezogen hatte. Auch zwei Polizisten verletzten sich bei dem Einsatz leicht, sind aber weiter dienstfähig.

Darum wurde der 18-Jährige gesucht

Es wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruch, Widerstand, Beleidigung und Bedrohung geschrieben und die Polizei prüft nun die Tatbestände einzelner Angehöriger. Der 18-Jährige steht im dringenden Verdacht, am 31. Januar gemeinsam mit seinem Bruder (20) und zwei weiteren Männern einen damals 44-Jährigen an einer Trinkhalle an der Hagedornstraße schwer verletzt zu haben.

Auch der 20-jährige Bruder konnte bereits festgenommen werden. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die beiden Brüder gelten als Haupttäter. Die beiden mutmaßlichen Mittäter (16 und 20) wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. (ak)

 
 

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