Duisburg

Duisburg: Offene Stromleitungen, marode Wasserrohre – Stadt räumt komplettes Haus

Die Stadt Duisburg musste ein komplettes Haus räumen (Symbolbild).
Die Stadt Duisburg musste ein komplettes Haus räumen (Symbolbild).
Foto: imago images / Enters

Duisburg. Die Stadt Duisburg musste ein komplettes Wohnhaus aus wegen eklatanter Sicherheitsmängel räumen und hat die Nutzung bis auf Weiteres untersagt.

Bei einer Begehung eines Hauses an der Albert-Einstein-Straße in Duisburg-Neumühl am Freitag machten die Mitarbeiter Entdeckungen, die sie zu dieser Entscheidung veranlassten: Die Hauptwasserleitungen in dem Gebäude sind so veraltet und marode, dass Wasser in den Technikraum des Gebäudes eingetreten ist.

Duisburg: Stadt stellt Trocknungsgeräte auf

Dort verlaufen die Hauptstromleitungen über Stromleitschienen offen auf der Wand, eine Ummantelung gibt es nicht. Dadurch kamen die offenen Stromleitungen in Kontakt mit dem Wasser, was eine akute Gefahr für die Hausbewohner darstellt. Bereits am Donnerstag musste „Netze Duisburg“ den Strom abstellen.

Die Stadt hat für den Technikraum Trocknungsgeräte bereitgestellt. Ein Gutachter soll schließlich feststellen, ob das Stromnetz wieder in Betrieb genommen und das Haus somit wieder freigegeben werden kann.

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34 Bewohner von Räumung betroffen

Wie viel Zeit der Prozess in Anspruch nehmen wird, ist derzeit noch unklar.

Insgesamt sind von der Räumung 34 Bewohner betroffen, die in einem anderen Gebäude an der Albert-Einstein-Straße bzw. in Unterkünften der Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Amtes für Soziales und Wohnen der Stadt unterkommen können., falls die Aufnahme durch Verwandte oder Freunde nicht möglich ist.

Der Eigentümer muss sich nun unverzüglich um entsprechenden Ersatzwohnraum kümmern: Grundsätzlich ist es Sache des Vermieters, den Mietern im Rahmen des Mietverhältnisses adäquaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. (cs)

 
 

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