Duisburg

Duisburg: Anwohner beobachten Kinder – was sie gerade machen, ist grausam

In Duisburg beobachten Zeugen einige Kinder dabei, wie sie etwas grausames tun. (Symbolbild)
In Duisburg beobachten Zeugen einige Kinder dabei, wie sie etwas grausames tun. (Symbolbild)
Foto: imago images / JOKER

Duisburg. Es ist immer nicht zu fassen, was mehrere Kinder Ende Oktober in Duisburg getan haben.

Vier Jungen (etwa 6 bis 10 Jahre) und ein Mädchen (auf zwischen 12 und 14 Jahre geschätzt) sollen einen Igel auf grausame Art und Weise im Stadtteil Duisburg-Beek gequält haben. Anwohner hatten die Gruppe bemerkt, die etwas auszuhecken schien.

Duisburg: Anwohner entdecken Kinder, die Grausames tun

Die Berichte der Zeugen lassen einem den Atem stocken. So sollen die Kinder aus Duisburg den Igel eingesperrt, geschlagen und mit einem Schnürsenkel an einen Laternenpfahl gebunden haben. Sofort alarmierten die aufmerksamen Beobachter die Polizei.

Auf Nachfrage von DER WESTEN war auch Mitte Dezember nach der grausamen Tierquälerei nicht klar, wer die Täter sind.

„Es gibt noch keine entscheidenden Hinweise“, so eine Pressesprecherin der Polizei kurz nach der Tat. Zwar gebe es wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung, jedoch konnten diese die Beamten noch nicht zu den Tätern führen.

Duisburg: Tierschutzorganisation Peta hat sich eingeschaltet

Am Dienstag hat sich auch die Tierschutzorganisation PETA eingeschaltet. Sie setzt 1000 Euro Belohnung aus, um die Täter zu überführen. Die Organisation bittet darum, sich bei der Polizei zu melden oder auch direkt bei PETA unter 0711/8605910.

„Es ist erschreckend, wenn Kinder ein hilfloses Lebewesen zu Tode quälen“, sagt Judith Pein von Peta gegenüber rp-online. „Wir wollen dabei helfen, die jungen Täter zu finden. (...) Wirbeltiere empfinden Schmerzen und Angst wie wir. Psychologischen Studien zufolge haben viele Gewalttäter bereits in ihrer Kindheit Tiere gequält. Daher sollte man bei solchen Taten von Kindern und Jugendlichen genau hinschauen und diese einer psychologischen Beratung unterziehen.“

Die Polizei erklärt: „Wir freuen uns über jeden Hinweis, der eingeht.“ Doch gleichzeitig warnt sie auch davor, private Aufrufe ins Internet zu stellen. „Wir sehen das immer etwas kritisch“, so die Presseprecherin. Zu groß ist die Gefahr von falschen Verdächtigungen. Deshalb müsse man vorsichtig damit umgehen.

Sie stellt aber auch klar: „Das hat nichts mit Peta speziell zu tun, das ist etwas Generelles. Die Polizei ist der Experte. Wir wollen vermeiden, dass Leute in den sozialen Medien zu Unrecht beschuldigt werden. “

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Fünf Kinder sollen Igel getötet haben

Noch konnte die Polizei die Schuldigen also nicht ermitteln. Da die Kinder unter 14 Jahre alt sein sollen, stellt sich die Frage: Wie können sie bestraft werden - falls sie gefunden werden?

Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes sagt: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.“

Doch unter 14 Jahren sind Kinder und Teenager nicht strafmündig. Dann müsste man „überprüfen, ob etwas auf die Eltern zukommt“, erklärt die Pressesprecherin der Polizei Duisburg.

Dennoch: Die Täter würden namentlich in der Anzeige geführt, was auf eventuell kommende Straftaten Auswirkungen haben könnte. „Bei Folgetaten wären sie der Polizei dann bereits bekannt.“

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Die Polizei ist weiter auf der Suche nach Hinweisen zu den fünf Kindern. Wer am Donnerstag, 10. Oktober, gegen 14.30 Uhr in der Lehnhofstraße etwas beobachtet hat, soll sich unter der 0203/2800 bei der Polizei Duisburg melden. (dav, cs)

 
 

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