Duisburg

Duisburg: Naturschützer völlig perplex! Exotisches Tier plötzlich aufgetaucht

In Rheinaue Walsum in Duisburg wurde der Vogel zuerst gesichtet. (Symbolbild)
In Rheinaue Walsum in Duisburg wurde der Vogel zuerst gesichtet. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Hans Blossey

Duisburg. Der „Heiligen Ibis“ ist eine Vogelart, der mit den Störchen und Reihern verwandt ist. Eigentlich stammt er aus dem südlichen Afrika.

Ein Vogel der Art verflog sich jedoch anscheinend gehörig und landete somit im über 13.000 Kilometer entfernten Duisburg.

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben
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Seltener Vogel verirrt sich nach Duisburg

Menschen, die am 14. Mai im Naturschutzgebiet „Rheinaue Walsum“ unterwegs waren staunten nicht schlecht, als sie den seltenen Vogel sahen.

Tatsächlich gehört der Vogel laut Stadt Duisburg jedoch zu den „invasiven“ Arten. Diese Arten breiten sich aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in andere Areale hinein. Das ist jedoch ein Problem, da sie dort einheimische Arten bedrohen.

Duisburg: Vogel könnte andere Arten gefährden

Die Gefährdung anderer Arten durch eine Ansiedlung des Heiligen Ibis musste also verhindert werden. Sonst könnte es, wie bei anderen invasiven Arten, zum Beispiel dem Waschbär nachteilige Folgen für die bereits bestehende Tierwelt haben.

Außerdem seien Naturschutzbehörden, laut Stadt durch das Bundesnaturschutzgesetz dazu verpflichtet in solchen Fällen schnell zu handeln.

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Das ist die Stadt Duisburg:

  • frühste schriftliche Erwähnung im Jahr 883
  • fünftgrößte Stadt in NRW, besteht aus sieben Stadtbezirken
  • hat rund 498.686 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte
  • Oberbürgermeister ist Sören Link (SPD)

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Gesagt getan. Schnell musste also ein Plan her, um den Vogel möglichst schonend einzufangen.

Um hierbei auf Nummer sicher zu gehen, übernahm ein Experte diese Aufgabe gegen Ende Mai.

Der Plan lautete wie folgt: Der Vogel sollte durch Futter an einen bestimmten Platz gewöhnt werden, wo anschließend eine Fanganlage installiert wurde.

Duiburger Zoo spendet Fisch für die Einfangaktion

Um den Heiligen Ibis an den Platz zu gewöhnen stellte der Zoo Duisburg der Unteren Naturschutzbehörde täglich rund drei Kilogramm Fisch bereit.

Der Zoo bemühte sich außerdem laut Stadt darum, dass der Vogel in eine nach EU-Vorschriften genehmigte Haltung, wie zum Beispiel einen Vogelpark abgegeben wird, sobald der Vogel gefangen würde.

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Aus diesem Plan wurde jedoch erstmal nichts. Anscheinend hatte der Heilige Ibis nämlich wenig Lust auf ein Leben im Vogelpark und zog offenbar weiter.

Denn weder die Mitarbeiter der Naturschutzbehörde, noch Ranger des RVR Ruhr-Grün oder die an der Futterstellte aufgestellten Kameras konnten ihn seitdem sichten. (mbe)