Ihr Kind wird 3.000 Kilometer entfernt festgehalten: Junge Mutter kämpft seit fast zwei Jahren um ihren Sohn (2) – doch jetzt gibt es Hoffnung!

 Bedriye Bana vermisst ihren Sohn Mohammed Issa , der nach einem gemeinsamen Besuch bei Verwandten im Libanon nicht mehr nach Deutschland einreisen darf.
Bedriye Bana vermisst ihren Sohn Mohammed Issa , der nach einem gemeinsamen Besuch bei Verwandten im Libanon nicht mehr nach Deutschland einreisen darf.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services  

Mutter ist seit zwei Jahren von ihrem Sohn (2) getrennt

 

Duisburg/Essen. Es ist der Alptraum einer jeden Mutter: Mama und ihr Kind sind 3.000 Kilometer voneinander getrennt.

Für Bedriye El-Merhi (27) ist das traurige Realität. Seit mehr als eineinhalb Jahren ist sie getrennt von ihrem Sohn Mohammed Issa (2).

Nicht ohne meinen Sohn: Junge Mutter kämpft um ihr Kind (2)

„Mein Sohn ist immer noch nicht zurück bei mir. Das ist zermürbend. Ich bin unendlich traurig, dass ihn nicht in meine Arme schließen kann“, so Bedriye.

Was war passiert? Die junge Mutter (27) fliegt im Dezember 2016 mit ihrem Sohn (damals 1 Jahr alt) zu einer Trauerfeier in den Libanon, weil die Mutter ihres Ehemannes gestorben ist.

Ihr Mann muss in Deutschland bleiben, weil er keinen Urlaub bekommt. Als die junge Mutter am 16. Januar 2017 zurück nach Deutschland will, gibt es Probleme bei der Passkontrolle.

Bedriye muss ohne ihren Sohn zurück nach Deutschland

Bedriye darf ausreisen, ihr Sohn nicht. Der Kleine muss im Libanon bei seiner Tante bleiben. „Ich selbst musste nach Deutschland zurück, weil der Beamte am Flughafen gesagt hatte, ich könnte das Problem nur persönlich in der Ausländerbehörde Duisburg klären“, erklärt sie. Außerdem warteten in Deutschland ihre beiden anderen Töchter.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Nicht ohne meinen Sohn - Duisburgerin (27) kämpft um ihr Familienglück, ihr Kind wird 3000 Kilometer entfernt festgehalten

Fall Mesut Özil: DFB-Präsident Reinhard Grindel bricht sein Schweigen – mit diesen deutlichen Aussagen

Mega-Hitze - Essener Mediziner erklärt: Im Auto kann es lebensgefährlich werden

-------------------------------------

Die Mutter, die mit vier Jahren aus der Türkei nach Duisburg kam, hat bisher noch keine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, sondern immer noch nur eine Duldung. Deshalb gab es für Söhnchen Mohammed auch keine Aufenthaltserlaubnis, sondern eine so genannte „Fiktionsbescheinigung“.

Sohn Mohammed hatte nur „Fiktionsbescheinigung“

Das ist eine Art vorläufiger Aufenthaltstitel, mit der er in Deutschland leben, aber beim Verlassen des Landes nicht wieder einreisen darf. Das wurde ihm an der libanesischen Grenze zum Verhängnis. Auch ihre beiden Töchter haben nur eine Duldung.

Jetzt könnte aber Bewegung in die Sache kommen. Bedriye und ihr Mann Louay sind gemeinsam mit ihren Kindern von Duisburg nach Essen gezogen. „Mit diesem Umzug verbinde ich viel Hoffnung. Denn mit dem Umzug wechselt auch die für mich zuständige Behörde“, erklärt Bedriye. Anfang August hat die Familie einen Termin bei der Ausländerbehörde in Essen. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass sich bald etwas tut.

Gespräch mit Petitionsausschuss

Im Landtag in Düsseldorf war Bedriye bereits beim Petitionsausschuss vorstellig. „Das Gespräch verlief sehr gut und ich habe ein gutes Gefühl, dass es endlich was gebracht hat“, erklärt sie.

Ihre Online-Petition haben schon über 77.000 Unterstützer unterschrieben (hier kannst auch du Bedriye unterstützen).

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen