Mülheim: Mann ertappt Einbrecher auf frischer Tat – dann schlagen sie ihn mit einer Axt ins Koma

Prozessauftakt in Duisburg: Zwei Männer sollen bei einem Einbruch einen Hausbewohner aus Mülheim mit einer Axt halbtot geschlagen haben.
Prozessauftakt in Duisburg: Zwei Männer sollen bei einem Einbruch einen Hausbewohner aus Mülheim mit einer Axt halbtot geschlagen haben.
Foto: Rene Anhuth ANC-NEWS/Marcel Storch; Montage: DER WESTEN

Duisburg/Mülheim. Weil er sie bei einem Einbruch in seinem Wohnhaus in Mülheim-Styrum auf frischer Tat ertappte, schlugen Gabriel S. (22) und Marian-Alexandru A. (23) mit einer Axt dreimal auf den Hausbewohner ein. Auch, als das Opfer schon auf dem Boden lag. Davon ist zumindest die Staatsanwaltschaft Duisburg überzeugt.

Die beiden Männer aus Rumänien müssen sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Duisburg wegen versuchten Mordes, räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Duisburg: Männer brechen in Haus in Mülheim ein und verletzt Hausbewohner mit Axt schwer

Sie sollen aus Habgier und zur Verdeckung einer anderen Straftat den Hausbewohner aus Mülheim mit einer Axt geschlagen und so schwer verletzt haben, dass der Mann auch fast drei Jahre danach unter den Folgen des Angriffs am 24. Februar 2017 leidet. Der Familienvater überlebte nur dank einer Not-OP, war monatelang im Krankenhaus und kann seither nichts mehr riechen.

Opfer trägt bleibende Schäden davon

Der Familienvater war durch den Lärm, den die Einbrecher verursachten, aufgewacht. Als er im Erdgeschoss nach dem Rechten sehen wollte, wurde er von den Einbrechern brutal attackiert. Mit einer mitgebrachten Axt soll einer der Angeklagten auf sein Opfer eingeschlagen haben - mehrmals auf Gesicht sowie Schädel.

Sie hätten „getrieben vom materiellen Gewinn um jeden Preis gehandelt“, so Staatsanwalt Bayer und dabei vorgehabt, „alle Widerstände auszuschalten.“

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Die beiden Angeklagten und ein bereits zu drei Jahren Gefängnis verurteilter Komplize waren nach der Tat untergetaucht. Ihr Diebesgut, ein Laptop, ein iPad und ein iPhone, warfen sie auf der Flucht weg. 2018 konnte Petru-Ciprian C. schließlich aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Rumänien festgenommen werden.

Komplize zu drei Jahren Haft verurteilt

Den zuerst festgenommenen Täter hatte das Duisburger Landgericht Ende August dieses Jahres zu drei Jahren Haft verurteilt, allerdings nicht wie angeklagt wegen versuchten Mordes, sondern „nur“ wegen des Einbruchs und einiger anderer mitverhandelter Delikte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Petru-Ciprian C. soll im Zuge des Prozesses als Zeuge vernommen werden.

In Italien geschnappt

Die beiden anderen mutmaßlichen Täter blieben dagegen zunächst verschwunden. Erst im Sommer 2019 gelang es Zielfahndern des Landeskriminalamts NRW dann, die ebenfalls rumänischen Staatsbürger an getrennten Orten in Italien aufzuspüren. Sie wollen sich am nächsten Verhandlungstag am 4. Februar zur Sache einlassen. Auch das Opfer soll im Prozess aussagen. Ein Urteil könnte Mitte März fallen. (ms/nk)

 
 

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