Duisburg

Duisburg: Marxloh und Hamborn – wie die Stadt jetzt ALLES ändern will

Duisburg-Marxloh und Alt-Hamborn soll attraktiv werden.
Duisburg-Marxloh und Alt-Hamborn soll attraktiv werden.
Foto: Christoph Wojtyczka / Funke Foto Services

Duisburg. Marxloh und Alt-Hamborn – spricht man von diesen beiden Stadtteilen, ist schnell von Problemvierteln die Rede. Kriminalität und Müll beherrschen die Schlagzeilen.

Das soll sich in Zukunft ändern. Denn die beiden Stadtteile von Duisburg sollen in Zukunft Vorbildcharakter bekommen.

Duisburg: Wie Marxloh und Alt-Hamborn Vorbild-Stadtteile werden sollen

Denn die Stadt Duisburg wurde für ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt – neben Rostock, Plauen und Erfurt. Das bedeutet, dass Projekte der Stadt mit einem Gesamtaufwand von 50 Millionen Euro mit bis zu 80 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln bezuschusst werden.

Das Projekt läuft sieben Jahre. So werden die Schwerpunkte dabei gesetzt:

  • Anpassungsstrategien für klimagerechte Bauprojekte
  • neue Mobilitätsformen
  • städtebauliche Innovationen
  • Projekte zur Förderung des sozialen Zusammenhalts

Wie das Ganze konkret aussehen soll, will die Stadt bei einer Info-Veranstaltung am 9. Oktober um 18 Uhr in der Aula der Gesamtschule Emschertal (Clauberghalle) vorstellen. Interessierte Bürger sind herzlichen eingeladen.

+++ Duisburg: Mysteriöser Unfall mitten auf dem Rhein – Schiffe krachen frontal aufeinander +++

Fest steht: Der Schandfleck Rhein-Ruhr-Halle kommt weg.

Und die Messlatte liegt hoch: Aufgrund des Modellcharakters wird von dem Vorhaben ein hohes Innovationspotenzial und eine hohe fachliche Qualität erwartet, so die Stadt in einer Mitteilung. Heißt: Es soll Vorbildcharakter für andere Kommunen sein.

Die Projekte werden dazu in ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für Marxloh und Alt-Hamborn eingebunden.

In den 14 Teilprojekten geht es von pädagogischen Konzepten zur Unterstützung und Stärkung von Kindern und Familien, etwa „Elternlandeplätze“ für bildungsferne Eltern an Marxloher Grundschulen.

Außerdem sollen die beiden Zentren der Stadtteile gestärkt werden und Strategien zur Investitionsförderung für Flächen in sogenannten Nahtlagen zu Störfallbetrieben entwickelt werden.

+++ Duisburg-Marxloh: Anwohnerin rechnet ein Jahr nach Besuch von Bundespräsident Steinmeier ab – „Geändert hat sich nichts!“ +++

Stadt will Verkehr auf Weseler Straße verbessern

Etwas kleiner fällt eine weitere Maßnahme der Stadt aus. Sie hat einen Fußverkehrs-Check in Marxloh angekündigt. Schwerpunkt des Checks soll die Weseler Straße in Marxloh sein. Hier ist am 8. Oktober eine Begehung geplant, bei der Bürger über Probleme als Fußgänger, Radler und Autofahrer berichten können.

Treffpunkt ist am August-Bebel-Platz um 17 Uhr. Wenn du vorbeikommen willst, bittet die Stadt vorher um eine kurze Anmeldung unter stadtentwicklung@stadt-duisburg.de.

+++ Currywurst-Krieg in Duisburg: Klassisch oder ausgefallen? Zwischen diesen Imbissen geht es um die Wurst +++

Nach einer weiteren Begehung mit Schülern aus Marxloh sollen dann Lösungsansätze und Maßnahmen zur Verbesserung der Fußverkehrssituation erarbeitet werden. (ms)

 
 

EURE FAVORITEN