Duisburg-Marxloh: Brutale Gewalt gegen Katzen – ausgerechnet SIE stehen im Verdacht

Duisburg-Marxloh: Gewalt an kleinen Kätzchen nimmt zu. (Symbolbild)
Duisburg-Marxloh: Gewalt an kleinen Kätzchen nimmt zu. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / YAY Images

Es sind erschreckende Szenen, die sich auf den Straßen von Duisburg-Marxloh abspielen.

Kleine, arme Kätzchen werden in Duisburg-Marxloh immer wieder Opfer von Gewalt. Tierschützer berichten ausgerechnet von Kindern, die den streunenden Katzen qualvolles Leid zufügen.

Duisburg-Marxloh: Kater wird brutal ermordet

Hunderte von streunenden Katzen sind täglich in Duisburg-Marxloh auf der Suche nach Futter. Die Tierschützerin Patricia Dahmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um die Vierbeiner zu kümmern.

Was sie dabei teilweise zu sehen bekommt, macht sie fassungslos. „Vor einigen Wochen fand eine Freundin einen toten Kater. Sein Gesicht war zerfetzt und man hat gesehen, dass es kein Unfall gewesen sein konnte“, berichtet die 24-Jährige.

Die beiden Frauen brachten den Kater in die Pathologie, wo der schlimme Verdacht bestätigt wurde. Offenbar wurde der Kater totgeschlagen.

Auch Rainer Sobottka vom Tierschutz Kamp-Lintfort, der mit Frau Dahmen seit mehreren Monaten im engen Kontakt steht, berichtet über unfassbare Taten.

Streunende Katzen werden von Kindern in Duisburg misshandelt

„Kinder spielen Fußball mit den Tieren, misshandeln und schlagen sie tot, weil sie aufgrund von Corona nicht mehr wissen, was sie mit ihrer Zeit anstellen sollen“, lautet die traurige Einschätzung des Tierschützers.

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Erst kürzlich sei eine Katze als Spielball benutzt worden. Eine aufmerksame Passantin habe die Katze gerettet und in die Arme der Tierschützer gebracht. Ein Bein der Katze hing nur noch schlaff herunter und war gebrochen.

Dahmen, die Anfang 2019 mit Cilem Bastas und Jin Kurt die Facebook-Gruppe „Streuner Hilfe Duisburg Marxloh und Umgebung“ gegründet hat, besitzt fünf Katzen. Zwei davon hat sie selbst vor Angriffen von Kindern gerettet. Die Kinder hätten Steine auf die Katzenbabies geschmissen, berichtet sie.

Nachdem Dahmen die kleinen Streuner aufgepäppelt hatte, konnte sie sich auch nicht mehr von ihnen trennen. Raus lässt sie ihre Katzen allerdings nicht, aus Angst, dass ihnen etwas zustoßen könnte.

Nur diese Maßnahme hilft gegen das Katzen-Leid auf der Straße

Damit das Elend der Samtpfoten ein Ende hat, helfe nur eines, findet Dahmen: Kastration. Nur durch die Kastration könne verhindert werden, dass noch mehr Straßenkatzen geboren werden.

Doch die Kosten für den Eingriff sind seit September auf bis zu 150 Euro für die ehrenamtlichen Helfer gestiegen. Ein Betrag, den viele nicht mehr zahlen können und deshalb auf öffentliche Gelder hoffen.