Duisburg-Marxloh: Fachleute aus Ministerien bieten Hilfe an

Beim Bürgerdialog bot Bundeskanzlerin Angela Merkel den Marxlohern ihre Unterstützung an.
Beim Bürgerdialog bot Bundeskanzlerin Angela Merkel den Marxlohern ihre Unterstützung an.
Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services
Beim Bürgerdialog hatte Bundeskanzlerin Merkel ihre Unterstützung angeboten, als die Kritik laut wurde, es gebe zu wenig Hilfe für die Menschen.

Duisburg.. Mit verschiedenen Förderprogrammen von Bund und Land will die Stadt Duisburg in den kommenden Jahren Marxloh aufwerten. Zum Teil sind finanzielle Hilfen bereits bewilligt. Damit wird in die Tat umgesetzt, was die Akteure beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel im August dieses Jahres gefordert hatten. Merkel hatte ihre Unterstützung zugesagt und angeboten, Fachleute aus verschiedenen Ministerien einzuschalten.

Vor wenigen Tagen trafen sich Vertreter der Stadt, der Werkkiste, des Marxloher Projekts „Tausche Bildung für Wohnen“ und der Entwicklungsgesellschaft Duisburg mit den Fachleuten im Rathaus. In gut drei Stunden erörterten sie noch einmal die Probleme im Stadtteil (unter anderem Armut, Zuwanderung, Bildungsdefizite) und vereinbarten, dass insbesondere die Förderung der Menschen sichergestellt werden müsse, so Heiner Maschke, Chef der Entwicklungsgesellschaft Duisburg. Er war einer der Teilnehmer der Runde. Die Jugendarbeit im Stadtteil müsse gefördert werden, zudem gehe es darum, die Armut zu bekämpfen. Und schließlich müsse man die Bildung steigern, damit mehr Menschen in Arbeit kommen.

Förderprogramme investieren überwiegend "in Steine"

Obwohl es das erste Treffen der Fachleute war, wurden auch gleich konkrete Themen angesprochen. So berichtete das Projekt „Tausche Bildung für Wohnen“ etwa von dem Dilemma, dass die Jugendarbeit in den Sommerferien bislang aus finanziellen Gründen pausieren müsse und die betreuten Jugendlichen dann in ein Loch fielen.

Beim Merkel-Besuch wurde von mehreren Stadtteilakteuren kritisiert, dass Förderprogramme überwiegend „in Steine“ investieren. Sprich: In den Umbau von Wohnungen, die Schaffung von Plätzen und so weiter. Der Mensch komme dabei zu kurz.

Um Förderprogramme, die sich mit den Menschen befassen, geht es in Zukunft. Schon bald soll in Marxloh laut Heiner Maschke etwa ein Workshop stattfinden, bei dem es speziell um die Jugend im Quartier geht – veranstaltet vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales.

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